Eine aktuelle Studie der Yale University stellt den lang gehegten Glauben in Frage, dass das Aussterben von nicht-vogelartigen Dinosauriern die schnelle Evolution des modernen Thunfisches ausgelöst hat. Wissenschaftler dachten zuvor, dass der Asteroideneinschlag vor 66 Millionen Jahren ein ökologisches Vakuum geschaffen hat, das es Thunfisch und ähnlichen Raubtieren ermöglichte, zu gedeihen. Die neue Forschung deutet jedoch darauf hin, dass die Entwicklung der Geschwindigkeit und der Warmblüte des Thunfisches im Laufe von zig Millionen Jahren allmählich stattgefunden hat, nicht unmittelbar nach dem Massensterben. Anhand von genetischen Daten und Fossilien erstellte die Studie den detailliertesten Evolutionsbaum für die Scombridae-Familie und enthüllte, dass sich Schlüsselmerkmale wie große Körpergröße und Endothermie mehrfach und an verschiedenen Punkten in der Geschichte der Gruppe entwickelt haben. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich Thunfisch und Makrele in ihrer jetzigen Form über ungefähr 50 Millionen Jahre entwickelt haben, anstatt direkt durch das Asteroidereignis geformt zu werden.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): In dem Artikel wird eine wissenschaftliche Studie vorgestellt, die eine bisherige Theorie in Frage stellt, sich aber nicht zu diesem Thema ausspricht.




