Die Trump-Administration hat mit dem Abbau der Ocean Observatories Initiative (OOI) begonnen, einem riesigen Netzwerk von über 900 Tiefsee-Sensoren, das entscheidende Daten über Meeresökosysteme, Meeresströmungen und globale Klimatrends sammeln soll. Diese Sensoren wurden vor einem Jahrzehnt mit einem Gesamtbetrag von etwa 370 Millionen US-Dollar eingesetzt, unterstützt von der National Science Foundation (NSF). Die Initiative sollte langfristige Einblicke in die Rolle des Ozeans beim Klimawandel bieten, wobei das System ursprünglich für mindestens 15 Jahre geplant war.
Der Vorstand des NSF, der zuvor das Programm beaufsichtigt hatte, wurde jedoch unter der derzeitigen Regierung aufgelöst, was zu einem Stilllegungsprozess führte, der voraussichtlich bis zum nächsten Jahr abgeschlossen sein wird.
Die Entfernung dieser Sensoren erfolgt im Zuge der umfassenderen Bemühungen der Trump-Regierung, den Tiefseebergbau zu fördern und die Fischereiregeln zu lockern. Laut Berichten wurde die Entscheidung, die OOI zu demontieren, von Empfehlungen beeinflusst, die in dem Projekt 2025 der Heritage Foundation dargelegt wurden, einem umfassenden politischen Plan zur Neugestaltung der Bundesregierung. Dieser Plan betont, dass der Fokus auf die Ressourcenextraktion statt auf die Umweltüberwachung gelegt wird, was darauf hindeutet, dass die OOI als ein Werkzeug zur Förderung der "Klimahysterie" angesehen wurde, indem die nachteiligen Auswirkungen der Verbrennung fossiler Brennstoffe auf die Gesundheit der Ozeane hervorgehoben wurden.
David Helvarg, Exekutivdirektor von Blue Frontier und Experte für Meerespolitik, betonte die Bedeutung der Datenerfassungskapazitäten des OOI. Er beschrieb das Netzwerk als die "Augen und Ohren der Wissenschaft im Ozean", die wesentliche Informationen über die Ozeanzirkulation, Erwärmung und ökologische Veränderungen liefern. Helvarg stellte fest, dass die vom OOI gesammelten Daten für das Verständnis der Auswirkungen des Klimawandels auf das Meeresleben, einschließlich der Degradation von Korallenriffen und Kelpwäldern, von entscheidender Bedeutung sind. Er hob hervor, dass der Verlust solcher Daten die Bemühungen um die dringende Notwendigkeit des Übergangs von fossilen Brennstoffen, die wesentlich zur Erwärmung und Versauerung der Ozeane beitragen, behindern könnte.
Als größter Produzent von Meeresfrüchten in den Vereinigten Staaten verlässt sich Alaska stark auf die von der OOI zur Verfügung gestellten Daten, um seine Fischereien effektiv zu verwalten. Die Stilllegung der Ocean Station Papa, die sich im Golf von Alaska in einer Tiefe von fast 14.000 Fuß befindet, hat Alarme ausgelöst in Bezug auf die Fähigkeit, Ozeanveränderungen in Echtzeit zu überwachen. Michelle Stratton, Geschäftsführerin der Alaska Marine Community Coalition, äußerte die Sorge, dass ohne diese Daten die Bewirtschaftung von Fischereien in Zeiten von Hitzewellen und Artenpopulationen immer schwieriger wird.
Kritiker argumentieren, dass die Entscheidung, das OOI zu demontieren, mit den Zielen des Projekts 2025 übereinstimmt, das die von der Regierung geförderte ozeanische und atmosphärische Forschung als Quelle des "Klima-Alarmismus" darstellt. Diese Perspektive legt nahe, dass die Ergebnisse des OOI, die die negativen Folgen des Klimawandels hervorheben, zugunsten von Politiken abgetan werden, die wirtschaftlichen Interessen gegenüber der Umweltverwaltung Vorrang einräumen. Rick Thoman, ein Klimaspezialist an der University of Alaska Fairbanks, unterstrich die Bedeutung des OOI bei der Aufklärung der tiefen, dunklen Tiefen des Ozeans und betonte, dass der Verlust des Zugangs zu solchen Daten dem Navigieren auf einer dunklen Autobahn ohne Scheinwerfer gleichkommt.
Die Auswirkungen der Stilllegung des OOI gehen über die unmittelbaren Bedenken hinsichtlich der Datenverfügbarkeit hinaus. Wissenschaftler warnen davor, dass der Verlust dieses Netzwerks die Genauigkeit der Wettervorhersagen und El Niño-Vorhersagen, die für die Vorbereitung auf extreme Wetterereignisse von entscheidender Bedeutung sind, stark beeinträchtigen könnte. Das Fehlen von Echtzeitdaten des OOI kann zu einer erhöhten Unsicherheit bei der Vorhersage und Reaktion auf Naturkatastrophen führen, was sowohl die menschliche Sicherheit als auch die wirtschaftliche Stabilität in Küstenregionen beeinträchtigen könnte.
As the situation unfolds, the ongoing debate surrounding the balance between environmental monitoring and resource exploitation continues to shape discussions around the future of oceanic research and policy-making.
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