Ein chilesisches Gericht hat die Bitte der Verteidigung angenommen, die 1.463 Tage Haft, die die ehemalige Bürgermeisterin Karen Rojo während ihrer Haft in den Niederlanden verbüßt hat, gutzuschreiben und ihre verbleibende Strafe erheblich zu reduzieren.
Nach Angaben ihres Anwalts Fidel Castro werden diese gutgeschriebenen Tage ihre gesamte Zeit bis zum 14. Juli bringen, wobei eine neue Berechnung am 15. Juli beginnt. Dies bedeutet, dass Rojo jetzt weniger als ein Jahr übrig hat, um ihre Strafe im Inland zu verbüßen. Sie ist derzeit im Santiago Women's Prison untergebracht, wo ihr Rechtsteam potenzielle Vorteile für eine vorzeitige Entlassung oder andere Formen der Strafreeduktion beurteilen will.
Die Straftat, die als vollständiger Steuerbetrug eingestuft wurde, führte zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und einem Tag. Während ihrer Zeit in den Niederlanden argumentierten ihre gesetzlichen Vertreter, dass die Haftzeit nach nationalem Recht in ihre Strafe einfließen sollte. Castro betonte, dass dieser rechtliche Schritt einem Präzedenzfall des Obersten Gerichtshofs in einem ähnlichen Fall folgt, in dem eine andere Person, Jones Huala, verwickelt war, die nach seiner Auslieferung freigelassen wurde.
Die Annahme dieser Argumentation durch das Gericht markiert einen entscheidenden Moment in Rojos juristischer Laufbahn, der es ihr möglicherweise ermöglicht, ihre Strafe früher als erwartet abzuschließen. Der Fall hebt die Komplexität der internationalen juristischen Zusammenarbeit hervor und zeigt, wie verschiedene Gerichtsbarkeiten mit der Gutschrift der im Ausland verbrachten Zeit umgehen.
Ihr Rechtsteam gab an, dass sie mit der Bewertung möglicher Möglichkeiten für eine weitere Verringerung ihrer Strafe beginnen würden, einschließlich bedingter Entlassung oder anderer rechtlicher Mechanismen, die nach chilenischem Recht verfügbar sind. Diese Optionen hängen oft von Faktoren wie Verhalten während der Inhaftierung, Teilnahme an Rehabilitationsprogrammen und der Gesamtbewertung durch Gefängnisbehörden ab.
Solche Entscheidungen können sich erheblich auf die tatsächliche Zeit auswirken, die Personen, die einer Auslieferung oder Abschiebung ausgesetzt sind, verbringen. Im Fall von Rojo könnte das Ergebnis die zukünftigen Interpretationen ähnlicher rechtlicher Szenarien beeinflussen, insbesondere in Fällen mit längerer Haft im Ausland. Rojo lebt derzeit weiterhin im Frauengefängnis von Santiago und wartet auf weitere Entwicklungen in ihrem Fall. Ihre Rechtsvertreter konzentrieren sich weiterhin darauf, alle verfügbaren Optionen zu erforschen, um sicherzustellen, dass ihre Strafe effizient und im Einklang mit den geltenden Gesetzen erfüllt wird.
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