Eine neue Treibstoffkrise hat Russland erfasst und verstärkt den Druck auf den Kreml, da Angriffe der ukrainischen Streitkräfte auf Raffinerien die Lieferketten gestört haben. Laut Reuters sind mindestens 30 Regionen betroffen, wobei der aktuelle Mangel Moskau und seine Umgebung stärker als frühere Mangelfälle in diesem Jahr trifft.
"Die Logistik privater Bauunternehmen ist stark von Benzin abhängig", fügte er hinzu. "In der südlichen Region Krasnodar beschreiben lokale Medienberichte lange Warteschlangen an Tankstellen. Die Behörden schreiben dies der gestiegenen Nachfrage während der Ferienzeit zu.
Auf Instagram schrieb Immobilienmakler Igor Sachartschenko, dass es in Sotschi kein Benzin mehr gibt, das einst ein entspanntes Tempo hatte, das an die Tage vor den Olympischen Spielen mit weniger Autos und Besuchern erinnert. Igor Ananskich, stellvertretender Leiter des Energiekomitees in der russischen Staatsduma, behauptete, dass die Treibstoffversorgung innerhalb von zwei bis drei Wochen normalisiert werden könnte. Nikolai Korschenewskii, ein ehemaliger Wirtschaftsexperte, der Russland aus Protest gegen den Krieg in der Ukraine verließ, bestreitet dies jedoch. In einem Gespräch mit der Deutschen Welle wies er auf einen Rückgang der Treibstoffqualität hin. Die Menschen haben ihm Fotos ihrer Fahrzeuge geschickt, die Fehlermeldungen im Zusammenhang mit Motorenschäden durch kontaminiertes Treibstoff anzeigen.
Korschenewskii erklärte, dass Fahrzeuge nicht starten und in Werkstätten gebracht werden müssen, wo die Wartezeiten für Reparaturen lang waren. Zusätzlich bleiben Teile für längere Zeit nicht verfügbar. Er stellte fest, dass einige Fahrzeuge den in sie gepumpenen Kraftstoff nicht vertragen können. "Es gibt immer noch Krieg und es ist unklar, was produziert wird und in welchen Mengen es gemischt wird", sagte er. Er sieht diese anhaltenden Probleme in der Öl- und Gasindustrie als Anzeichen für eine tiefere Krise. Laut Bloomberg sind die Rohölexporte Russlands so stark zurückgegangen wie jemals während des Krieges, während die Ölproduktion ebenfalls gesunken ist. 5 Millionen Barrel pro Tag. Heute sind es weniger als neun Millionen.
Wenn sich dieser Trend fortsetzt und sich die Probleme bei der Ölverarbeitung verschlimmern, könnte die Produktion auf acht Millionen Barrel sinken. Dies wären bereits die Voraussetzungen für eine schwere wirtschaftliche und systemische Krise, prognostizierte Korschenewskii. Er erwartet keine schnelle Lösung und schlägt vor, dass Russland einem ähnlichen Weg wie Venezuela folgt, einem Land mit einem chronisch schrumpfenden Bruttoinlandsprodukt.
Da die Treibstoffknappheit anhält, werden sich die Auswirkungen sowohl auf das tägliche Leben als auch auf die Wirtschaft im Allgemeinen immer weiter entfalten.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden