Friedensbefürworter auf den Philippinen fordern verstärkt die Schaffung eines nationalen Gesetzes zur Übergangsjustiz und Versöhnung für das Bangsamoro-Volk und betonen, dass solche Bemühungen als landesweite Initiative und nicht nur als regionale Angelegenheit behandelt werden müssen.
Der Druck auf ein nationales Gesetz kommt inmitten der laufenden Diskussionen über das Vermächtnis historischer Ungerechtigkeiten, mit denen das Bangsamoro-Volk konfrontiert ist. Dazu gehören Verträge aus der Kolonialzeit, staatlich geförderte Umsiedlungspolitiken und gewaltsame Episoden wie das Jabidah-Massaker von 1968. Friedenspraktiker betonen, dass diese Probleme Anerkennung und Wiedergutmachung auf nationaler Ebene erfordern, insbesondere da Reparationen nur von der Zentralregierung eingeleitet werden können.
Während eines jüngsten Forums in Quezon City forderte er die Zusammenarbeit verschiedener Interessengruppen auf, um das öffentliche Bewusstsein zu schärfen und die gesetzgeberische Unterstützung sowohl des Repräsentantenhauses als auch des Senats zu sichern.
Iona Jalijali, die philippinische Vertreterin des Zentrums für humanitären Dialog, bekräftigte die Notwendigkeit einer einheitlichen Anstrengung und forderte ein Engagement mit allen Gesetzgebern unabhängig von ihrer politischen Zugehörigkeit. Sie beschrieb die Initiative als ein nationales Projekt, das das Engagement der nationalen Regierung erfordert.
Ein kritischer Aspekt der Übergangsjustiz besteht darin, das historische Gedächtnis und die Erzählungen des Bangsamoro-Volkes zu bewahren. Dies beinhaltet die Dokumentation der Ungerechtigkeiten, die sie erlitten haben, und die Erklärung, warum Reparationen notwendig sind. Das regionale Gesetz unter BAA Nr. 89 verpflichtet die Einrichtung der Bangsamoro-Übergangsjustiz- und Versöhnungskommission, die für die Durchführung von Informationskampagnen, die Errichtung von Museen und Denkmälern und die Untersuchung von Beschwerden und Menschenrechtsverletzungen verantwortlich ist.
Die ehemalige Friedensberaterin Teresita Quintos Deles unterstrich die Notwendigkeit, die Geschichte von Bangsamoro im ganzen Land zu lehren, nicht nur innerhalb der Region. Sie betonte, dass ein nationales Gesetz breitere Bildungsinitiativen ermöglichen würde, um sicherzustellen, dass die Erfahrungen und Kämpfe der Bangsamoro-Bevölkerung über das BARMM hinaus anerkannt und verstanden werden. Während die Debatte weitergeht, bleiben die Befürworter hoffnungsvoll, dass ein erhöhtes Bewusstsein und nachhaltiger Druck zu einer eventuellen Verabschiedung eines nationalen Gesetzes über Übergangsjustiz führen werden. Sie glauben, dass eine solche Maßnahme für die Förderung dauerhaften Friedens und Versöhnung in der Region von entscheidender Bedeutung ist.
Der Schwerpunkt liegt weiterhin auf dem Aufbau eines kollektiven Verständnisses der Vergangenheit, um eine inklusivere Zukunft für alle Filipinos zu gestalten.
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