Die chilenische Justiz hat ihre Ermittlungen in einem Fall, der angebliche Korruption im Zusammenhang mit dem "Belarus-Komplott" beinhaltet, erweitert, der sich zunächst auf Unregelmäßigkeiten in Rechtsverfahren im Zusammenhang mit dem Bauunternehmen Fundamenta konzentrierte. Die Untersuchung umfasst nun auch die Prüfung des Verhaltens des Verfassungsgerichtshofs, in dem die ehemalige Ministerin des Obersten Gerichts Ángela Vivanco Mitglied war, in anderen Fällen, in denen die gleichen angeklagten Anwälte beteiligt waren. Am 22. Juli forderten Staatsanwälte die Verwaltungsunterlagen der Judicial Power Corporation (CAPJ) an, einschließlich Informationen über die Zusammensetzung der dritten Kammer des Obersten Gerichtshofs und die durchschnittliche Zeit für die Erteilung von Entscheidungen. Am 23. Juli bat der Regionalstaatsanwalt in Los Lagos die Präsidentin des Obersten Gerichtshofs, Richterin Gloria Ana Chevesich, um Einzelheiten zu allen Fällen, die von Vivanco zwischen 2020 und 2024 mit bestimmten Anwälten bearbeitet wurden.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel enthält einen Sachbericht über die gerichtlichen Ermittlungen gegen potenzielle Korruptionsfälle, beschreibt die Verfahrensschritte und die Anträge auf Unterlagen ohne offen eine politische Haltung zu vertreten.






