Als Reaktion auf die Kritik an den rückläufigen Umsatzzahlen hat der Bürgermeister von Zagreb, Tomislav Tomašević, behauptet, dass die Größe des Einkommens selbst nicht das Hauptanliegen bei der Bewertung der Leistung der Zagreb Holding ist. Stattdessen betonte er die Bedeutung, ob das Unternehmen mit Gewinn oder Verlust arbeitet und die Qualität der Dienstleistungen, die es den Bürgern bietet.
Er argumentierte, dass der Erfolg öffentlicher Unternehmen nicht nur an der Höhe der Einnahmen, sondern auch an der Qualität der erbrachten Dienstleistungen und des stabilen Betriebs gemessen werden sollte. Die jährlichen Einnahmen der Zagreb Holding im Jahr 2025 waren im Vergleich zum Vorjahr niedriger. Tomašević wies jedoch darauf hin, dass dieser Rückgang nicht unbedingt auf ein schlechtes Management zurückzuführen ist. Er hob hervor, dass die Fähigkeit des Unternehmens, die Rentabilität trotz des Einnahmerückgangs aufrechtzuerhalten, eine effektive Finanzverwaltung zeigt. Darüber hinaus stellte er fest, dass sich die Bonität der Holding in den letzten fünf Jahren erheblich verbessert hat, wobei die Stadt Zagreb ihre bisher höchste Bonität erreicht hat.
Dieser Aufwärtstrend in den Ratings deutet auf eine stärkere finanzielle Position und bessere Managementpraktiken innerhalb der Holding hin. Tomašević sprach auch über die Ausführung des Haushaltsplans der Stadt für das Vorjahr und betonte, dass Zagreb zu den wenigen Großstädten gehörte, die das Jahr nicht mit einem Haushaltsdefizit beendeten. Er listete mehrere andere kroatische Städte auf, die mit Defiziten konfrontiert waren, darunter Split, Karlovac, Velika Gorica, Osijek, Vinkovci, Šibenik, Zadar, Sisak, Kutina und Našice. Jede dieser Städte hatte unterschiedliche Mengen an Defiziten, die von 10 Millionen Euro bis 82 Millionen Euro reichten. Dagegen gelang es Zagreb, einen solchen Defizit zu vermeiden, was Tomašević als eine bedeutende Leistung ansah.
Er erklärte weiter, dass das Ziel öffentlicher Unternehmen wie der Zagreb Holding nicht darin besteht, erhebliche Gewinne zu erzielen, sondern den Bürgern qualitativ hochwertige Dienstleistungen zu möglichst niedrigen Kosten anzubieten.
Der Bürgermeister erwähnte auch, dass die Holding darauf abzielt, mit minimalem Gewinn oder sogar Break-Even zu arbeiten, um sicherzustellen, dass kein Verlust entsteht. Dieser Ansatz steht im Einklang mit dem breiteren Ziel, erschwingliche Dienstleistungen aufrechtzuerhalten und gleichzeitig finanziell nachhaltig zu sein. Tomašević betonte, dass der Schwerpunkt darauf liegen sollte, den Bürgern einen Mehrwert zu bieten, anstatt Gewinne zu maximieren, was in privaten Unternehmen üblich ist, aber weniger in öffentlichen Unternehmen.
Die bevorstehende Sitzung des Stadtrats könnte zusätzliche Erkenntnisse darüber liefern, wie die Holding gegenwärtige Herausforderungen angehen und eine kontinuierliche positive Geschäftstätigkeit gewährleisten will. Da die finanzielle Gesundheit der Stadt ein entscheidender Faktor für ihre allgemeine Governance ist, werden die Reaktionen und Maßnahmen der Holding sowohl von der Öffentlichkeit als auch von den zuständigen Behörden genau beobachtet.
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