Laut Berichten des in Brüssel ansässigen Mediums Politico drohen sich aufgrund des schnellen Klimawandels in Europa neue ernsthafte Bedrohungen zu ergeben. Die Situation hat sich verschärft, da Versicherungsunternehmen ihre Richtlinien an die erhöhten Risiken im Zusammenhang mit extremen Wetterbedingungen anpassen. In einigen Regionen haben Versicherer die Prämien erhöht oder sogar die Deckung von Gebieten, die als zu anfällig angesehen werden, zurückgezogen. Diese Verschiebung spiegelt die wachsende Besorgnis über die finanziellen Auswirkungen von klimaschädlichen Katastrophen wider. In mehreren europäischen Ländern kämpfen derzeit Feuerwehrleute gegen Waldbrände in natürlichen Umgebungen.
In Frankreich und Spanien, wo die Behörden mehr als 100.000 Einwohner evakuieren mussten, gab es die größten Brände. In Griechenland kämpfen die Feuerwehrleute mit großflächigen Bränden, während Slowenien mit einem erhöhten Brandrisiko konfrontiert ist. Diese Vorfälle unterstreichen die zunehmende Häufigkeit und Intensität solcher Ereignisse, die auf steigende Temperaturen und veränderte Niederschlagsmuster zurückgeführt werden. Agnes Benassy-Quere, stellvertretende Gouverneurin der französischen Zentralbank, betonte, dass diese Sommerhitzewellen und Waldbrände Teil eines breiteren Musters von extremen Wetterereignissen sind.
Sie stellte fest, dass solche Ereignisse erhebliche wirtschaftliche Kosten für Haushalte, Unternehmen und Regierungen verursachen. Laut Daten der Europäischen Umweltagentur verursachten klimabedingte Katastrophen in der EU zwischen 2021 und 2024 über 200 Milliarden Euro an wirtschaftlichen Schäden. Versicherungsunternehmen stehen unter zunehmendem Druck, da sie sich an die neuen Realitäten des Klimarisikos anpassen. Einige haben die Prämien erheblich erhöht, während andere begonnen haben, die Deckung aus Hochrisikogebieten zurückzuziehen.
In der Zwischenzeit haben die Immobilienversicherer in den Küstengebieten Italiens aufgrund häufigerer Stürme und Überschwemmungen einen Prämienanstieg von bis zu 25% verzeichnet. 8% im Jahr 2025, während die Prämien für die Klimakatastrophenversicherung, ausgenommen Waldbrände, um 66% gestiegen sind. Trotzdem können die meisten Einwohner in Frankreich immer noch eine Hausversicherung ohne Schwierigkeiten erhalten. Allerdings erleben bestimmte Städte bereits Herausforderungen, da die Versicherung schwieriger zu sichern oder zunehmend unzugänglich wird. Ariel Le Bourdonnec von der gemeinnützigen Organisation Reclaim Finance hob Daten der Europäischen Versicherungs- und Rentenbehörde (Eiopa) hervor, die darauf hindeuten, dass 75% der Schäden durch Naturkatastrophen unversichert bleiben.
Diese Lücke stellt eine erhebliche Herausforderung für die politischen Entscheidungsträger dar, die entscheiden müssen, ob sie durch Subventionierung der Versicherungskosten und damit einer Belastung der nationalen Haushalte intervenieren oder den Einzelnen das Risiko einräumen, den Schutz vor Überschwemmungen oder Bränden zu verlieren, die ihre Häuser zerstören. Die zunehmende Bedrohung hat die Europäische Zentralbank und Eiopa veranlasst, die Europäische Kommission aufzufordern, eine aktivere Rolle zu spielen. Sie befürworten die Einrichtung eines gesamteuropäischen Versicherungssystems und eines öffentlichen Fonds für Naturkatastrophen. Solche Maßnahmen könnten dazu beitragen, die finanzielle Belastung des privaten und öffentlichen Sektors zu mildern und eine größere Widerstandsfähigkeit gegenüber zukünftigen klimarelevanten Krisen sicherzustellen.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden