Kroatien erkennt Kinder, die als Folge von sexueller Gewalt während des Krieges geboren wurden, fast drei Jahrzehnte nach dem Ende des Heimatkrieges noch immer nicht rechtlich an, so eine Diskussion mit dem Menschenrechts-Experten Iris Knežević.
Knežević stellte fest, dass das Völkerrecht zwar zunehmend die Rechte solcher Personen anerkennt, die regionalen Kontexte jedoch inkonsequent bleiben. Bosnien und Herzegowina hat beispielsweise kriegsgeborene Kinder offiziell als eine eigene Kategorie ziviler Opfer anerkannt, während Kroatien noch keine ähnlichen Schritte unternommen hat.
Ein zentrales Problem ist, dass die kroatischen Institutionen nicht in der Lage sind, angemessene Unterstützungssysteme bereitzustellen, die auf die Bedürfnisse dieser Personen zugeschnitten sind. Laut Knežević gewährt der Rechtsrahmen des Landes, insbesondere das Gesetz zum Schutz von Überlebenden, den Überlebenden von Kriegstraumata bestimmte Rechte, erweitert diese Schutzmaßnahmen jedoch nicht auf Kinder, die infolge solcher Gewalt geboren wurden. Diese Personen, die jetzt Erwachsene sind, stehen vor einzigartigen Herausforderungen, einschließlich des begrenzten Zugangs zu psychosozialen Dienstleistungen, Wohnungsunterstützung und anderen Formen der Unterstützung, die ihnen helfen könnten, nach Jahren der Vernachlässigung durch das Leben zu navigieren.
Die Veröffentlichung eines Leitfadens mit dem Titel "Nevidljiva djeca", was "unsichtbare Kinder" bedeutet, wurde durch das wachsende Bewusstsein für die Notwendigkeit eines systemischen Wandels motiviert. Der Leitfaden wurde von einem Netzwerk von Aktivisten, Rechtsexperten, Psychologen und Journalisten mitverfasst, die intensiv an Themen im Zusammenhang mit sexueller Gewalt in Kriegszeiten gearbeitet haben. Knežević betonte, dass die Arbeit nicht nur ihre Arbeit sei, sondern eine kollektive Anstrengung, die darauf abzielt, sich für die rechtliche Anerkennung und institutionelle Unterstützung dieser marginalisierten Gruppe einzusetzen. Der Leitfaden unterstreicht die langfristigen Folgen, wenn die Folgen sexueller Gewalt in Kriegszeiten nicht angegangen werden.
Wie Knežević betonte, war diese Gewalt nicht nur ein Verbrechen, sondern ein Werkzeug der ethnischen Säuberung, das absichtlich genutzt wurde, um Gemeinschaften zu destabilisieren und Identitäten auszulöschen. Trotz ihrer dokumentierten Auswirkungen fehlt es jedoch an einem nachhaltigen öffentlichen Diskurs oder politischen Initiativen, die sich auf die gelebten Realitäten der Betroffenen konzentrieren. Dieses Schweigen verewigt einen Kreislauf der Unsichtbarkeit und erschwert es diesen Personen, Gerechtigkeit oder Unterstützung zu suchen. Internationale Standards entwickeln sich weiter und legen größeren Wert auf den Schutz und die Rehabilitation von Opfern sexueller Gewalt in Kriegszeiten.
Knežević räumte ein, dass zwar in einigen Bereichen Fortschritte erzielt wurden, wie zum Beispiel bei der Verabschiedung einer auf Überlebende ausgerichteten Gesetzgebung, das Fehlen umfassender Politiken, die sich mit den Bedürfnissen von Kriegskindern befassen, jedoch weiterhin eine kritische Übersicht darstellt.
2 Berichte
N1 HrvatskaUnabhängigProgressivFaktentreue 82Objektivität 74gestern Wer sind die unsichtbaren Kinder? "Wir sprechen von Menschen, die 30 Jahre alt sind und von denen noch nie jemand gesprochen hat".In dem Artikel wird der rechtliche Status von Kindern diskutiert, die als Folge von sexueller Gewalt in Kriegszeiten in Kroatien geboren wurden, wobei hervorgehoben wird, dass diese Kinder trotz internationaler Anerkennung ihrer Rechte nach nationalem Recht nicht anerkannt sind. Iris Knežević, eine Menschenrechtsexpertin und Co-Autorin eines Leitfadens mit dem Titel "Nevidljiva djeca", erklärt, dass diese Kinder aufgrund von Stigmatisierung und mangelndem angemessenen Unterstützungssystem mit institutioneller Vernachlässigung konfrontiert sind. Sie betont, dass Kroatien zwar Gesetze zur Anerkennung von Überlebenden von Kriegstraumata erlassen hat, aber Kinder, die aus solchen Gewalttaten geboren wurden, nicht als spezifische Schutzberechtigte rechtlich anerkennt. Der Artikel unterstreicht die Notwendigkeit für Kroatien, sich an internationale Standards anzupassen, indem diese Kinder offiziell als eine eigene Kategorie von Zivilkriegsopfern anerkannt werden.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel beschreibt das Problem als ein systematisches Versagen der kroatischen Institutionen, eine gefährdete Gruppe anzuerkennen und zu schützen, betont die Vernachlässigung der Institutionen und fordert eine Rechtsreform.
Warum Faktentreue (82): This article provides more detailed quotes from the expert, confirming the lack of legal recognition and the social stigma surrounding these children. It includes specific mentions of international and regional developments, which align with known trends in human rights law. The content is more comp
Warum Objektivität (74): While the article remains largely factual, it contains some emotive language when discussing the challenges faced by these individuals. There is also a clear call to action, which may reflect the author’s perspective rather than purely presenting facts.
N1 HrvatskaUnabhängigProgressivFaktentreue 75Objektivität 68gestern Wer sind die unsichtbaren Kinder? "Wir sprechen von Menschen, die 30 Jahre alt sind und von denen noch nie jemand gesprochen hat".Der Artikel behandelt den rechtlichen Status von Kindern, die als Folge von sexueller Gewalt während des Krieges in Kroatien geboren wurden, und betont, dass das Land diese Kinder trotz des mehr als drei Jahrzehnten dauernden Heimatkriegs noch nicht rechtlich anerkannt hat.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel formuliert das Problem als ein wichtiges Problem der sozialen Gerechtigkeit und betont die systematische Vernachlässigung einer schutzbedürftigen Gruppe.
Warum Faktentreue (75): The article reports on the legal status of children born as a result of wartime sexual violence in Croatia, referencing a discussion with an expert. It aligns with the cross-source consensus that Croatia has not legally recognized these children, though no primary source was available. The informati
Warum Objektivität (68): The tone is informative but leans slightly towards advocacy, emphasizing the need for institutional support and legal recognition. While factual, there is some editorializing in the concluding statements about the importance of action.
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