Thyssenkrupp hat Harald Espenhahn zum Leiter der Division Rasselstein befördert, trotz seiner Verurteilung für den Fabrikbrand in Turin im Jahr 2007, bei dem sieben Arbeiter ums Leben kamen. Die Beförderung wurde nach einem langen Gerichtsverfahren angekündigt, in dem Espenhahn einen Teil seiner Strafe unter dem deutschen Bewährungssystem verbüßte. Nach Berichten wird er ab dem 1. August die Leitung des weltweit führenden Herstellers von Stahlverpackungen übernehmen. Der betreffende Vorfall ereignete sich am 6. Dezember 2007 in der Anlage von ThyssenKrupp in Via Regina Margherita in Turin.
Die Arbeiter versuchten, den Brand mit Feuerlöschern und Schläuchen zu löschen, aber Schäden an einem hydraulischen Ölrohr verursachten Hochdrucköllecks, die sich entzündeten und zu intensiven Flammen führten. Sieben Arbeiter, Antonio Schiavone, Roberto Scola, Angelo Laurino, Bruno Santino, Rocco Marzo, Rosario Rodinò und Giuseppe Demasi, starben an schweren Verbrennungen, während Antonio Boccuzzi überlebte. 2016 wurde Espenhahn wegen fahrlässigen Mordes und Brandstiftung zu neun Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt.
Nach dem Urteil verbrachte Espenhahn einige Zeit in Haft, bevor er unter dieser Regelung freigelassen wurde. Sein Gerichtsverfahren endete, und er wurde seitdem von weiteren Anklagen freigesprochen. Thyssenkrupp verteidigte die Entscheidung und erklärte, dass Espenhahn umfangreiche Branchenerfahrung besitzt und sein Gerichtsfall vollständig gelöst ist.
Die Untersuchungen zeigten systemische Probleme innerhalb der Anlage, was zu Forderungen nach verbesserten Sicherheitsprotokollen und größerer Aufsicht führte. Trotz dieser Bedenken behauptete Thyssenkrupp, dass Espenhahns Führungskräftequalitäten gültig bleiben. Espenhahns Rolle in Italien vor seiner Verurteilung beinhaltete die Überwachung der Operationen im Turiner Werk.
Die Erklärung des Unternehmens betonte Espenhahns berufliche Erfolgsgeschichte und seinen aktuellen Status als freier Mensch. Es ging nicht auf öffentliche Kritik rund um den Vorfall oder die weiteren Auswirkungen der Beförderung von jemandem mit einer solchen Geschichte ein. Stattdessen konzentrierte es sich auf interne Fähigkeiten und zukünftige Beiträge.
2 Berichte
Il Fatto QuotidianoUnabhängigProgressivFaktentreue 85Objektivität 60vor 21 Std. Thyssenkrupp befördert Harald Espenhahn: Verurteilt für das Massaker in TurinHarald Espenhahn, ehemaliger Manager des italienischen Werks von Thyssenkrupp, wurde 2016 wegen seiner Rolle bei einem tödlichen Brand in der Turiner Anlage des Unternehmens am 6. Dezember 2007 verurteilt, bei dem sieben Arbeiter getötet wurden. Obwohl er zu neun Jahren Gefängnis verurteilt wurde, saß Espenhahn nur fünf Jahre im deutschen Halbfreiheitsregime, was ihm erlaubte, tagsüber zu arbeiten und nachts ins Gefängnis zurückzukehren.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel hebt die Beförderung eines hochrangigen Führungskräfte hervor, der wegen eines tödlichen Arbeitsunfalls verurteilt wurde, und betont den Mangel an Rechenschaftspflicht und die mögliche Fahrlässigkeit des Unternehmens.
Warum Faktentreue (85): The article reports on Harald Espenhahn being promoted by Thyssenkrupp despite his conviction for the 2007 Turin factory fire that killed seven workers. It provides details about the incident, the convictions, and the reduction of his sentence in Germany. The information aligns with known historical
Warum Objektivität (60): The article presents the promotion of Espenhahn in a manner that highlights the contradiction between his criminal past and his professional advancement. This framing suggests a critical stance toward Thyssenkrupp’s decision, potentially influencing the reader’s perception. The language used implies
La StampaUnabhängig🔒Progressivgestern Thyssenkrupp, Schlag auf die Opfer: Espenhahn, der Manager, der für die Verbrennung in Turin verurteilt wurde, wird befördertDer Artikel berichtet über die umstrittene Beförderung von Manager Espenhahn bei Thyssenkrupp, trotz seiner Verurteilung für den Fabrikbrand in Turin im Jahr 2015, der zu mehreren Todesfällen führte. Die Schlagzeile verwendet starke Sprache ("schiaffo alle vittime", was "Schlag ins Gesicht der Opfer" bedeutet), um Empörung über die Entscheidung auszudrücken.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel beschreibt die Förderung von Espenhahn als moralisch unhaltbar und kritisiert die Entscheidung des Unternehmens mit einer emotional geladenen Sprache.
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