Nach Angaben des kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella wurden mindestens 1.600 Gebäude beschädigt, von denen 61 vollständig eingestürzt waren, und ein Notstand ausgerufen wurde, um die Wiederherstellungsanstrengungen zu beschleunigen. Das Epizentrum des Erdbebens lag in San José del Palmar, einer kleinen Gemeinde in der Region Choco, etwa 250 Meilen westlich von Bogota.
Die Verwüstung verbreitete sich über mehrere Regionen, mit mindestens 40 Todesopfern in der Region Risaralda, wo Pereira liegt, und 27 in der Region Valle del Cauca, wo Cali liegt.
Eine der erschütterndsten Geschichten kam aus Pereira, wo eine 32-jährige Frau namens Daniela Largo lebend gerettet wurde, nachdem sie 36 Stunden lang unter den Trümmern gefangen war. Feuerwehrleute aus Bogotá und die nationale Polizei arbeiteten 10 Stunden lang, um durch vier Betonschichten zu graben, um sie zu erreichen. Ihre Mutter verdankte einem Einheimischen, dass sie ihre Hilferufe vernommen hatte, was zu ihrer endgültigen Rettung führte. Präsident de la Espriella begrüßte das Ereignis als ein Symbol der Hoffnung und teilte die Nachricht in den sozialen Medien.
In einer Nachbarschaft stürzte das Gebäude von Brisas del Limonar vollständig ein, wobei 25 Personen darin gefangen waren. Der Bürgermeister der Stadt, Alejandro Eder, bestätigte, dass 40 Gebäude eingestürzt waren, wobei 25 noch vermisst werden. Das Beben wirkte sich auch schwer auf die Kaffeeachs aus, eine wichtige Wirtschaftsregion, die für die Produktion von hochwertigem Arabica-Kaffee bekannt ist. Städte wie Manizales, Pereira, Amenia und Ibagué waren unter den Betroffenen, wobei sowohl Wohn- als auch Gewerbeimmobilien beschädigt wurden.
Die Region, die von der UNESCO für ihr kulturelles Erbe und nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken anerkannt wird, steht vor erheblichen Herausforderungen bei der Wiederherstellung. Der Zusammenbruch eines Krankenhauses in Cali verschärfte die Krise weiter, wobei mehrere Patienten unter Trümmern gefangen waren und 600 weitere auf die Straße evakuiert wurden. Notfallhelfer rannten, um Überlebende zu retten, wobei mindestens vier Personen erfolgreich aus dem Wrack gerettet wurden. In der Zwischenzeit ereignete sich in Indonesien ein separates, aber ebenso katastrophales Ereignis.
Das Erdbeben, das in einer Tiefe von 10 Kilometern auftrat, löste Erdrutsche aus und beschädigte über 900 Häuser, was Tausende zwang, aus ihren Häusern zu fliehen. Eine Tsunami-Warnung wurde ausgegeben, wurde aber später aufgehoben. Rettungsteams standen aufgrund des schroffen Geländes und der Isolation vieler betroffenen Dörfer vor immensen Herausforderungen. Mindestens 24 Menschen starben in der Regentschaft Manggarai, weitere Todesopfer wurden in benachbarten Regionen gemeldet. Das Erdbeben störte auch die kritische Infrastruktur, einschließlich Straßen und Kommunikationsnetzwerke, und erschwerte die Hilfsaktionen.
In Labuan Bajo, einer Küstenstadt in der Nähe des Komodo-Nationalparks, wurde der Trans-Flores-Highway teilweise durch Erdrutsche blockiert, wodurch mehrere Gemeinden isoliert wurden.
Die Hilfsaktionen werden fortgesetzt, aber der Weg zur Wiederherstellung bleibt ungewiss, gekennzeichnet durch das schiere Ausmaß der Zerstörung und die Herausforderungen, die von abgelegenen Orten und begrenzten Ressourcen ausgehen.
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