Die Diebe stahlen 70 Volkswagen-Badges in einem viertägigen Angriff in ganz Süd-London, wobei sie Drohnen verwendeten, um Ziele zu identifizieren. Die Diebstähle, die auf Video-Türklingeln und CCTV aufgenommen wurden, beinhalteten Täter, die Lime-Bikes fuhren und die vorderen Badges und Radarsensoren in weniger als fünf Sekunden pro Fahrzeug schnappten. Die gestohlenen Komponenten, die für Adaptive Cruise Control-Systeme unerlässlich sind, kosteten jeweils etwa 2.000 £. Opfer und lokale Beamte, darunter Southwarks Bürgermeisterin Claire Sheppard, kritisierten Volkswagen und argumentierten, dass die Platzierung der Sensoren hinter dem Emblem einen Designfehler darstellte. Sie forderten, dass das Unternehmen 100 Prozent der Ersatzkosten und Nachrüstkosten der betroffenen Fahrzeuge übernimmt.
Volkswagen bot einen Rabatt von 70 Prozent auf Ersatzteile auf Einzelfallbasis an und stellte fest, dass neuere Modelle die Radarsensoren vom Abzeichen weggezogen haben, obwohl sie die Diebstähle als ein lokalisiertes Problem charakterisierten. Die Metropolitan Police bestätigte rund 70 Diebstähle im Südosten Londons und forderte jeden, der vermutet, ein Opfer gewesen zu sein, auf, den Vorfall sofort zu melden. Die Diebstähle erstreckten sich zwischen dem 15. und 19. Juli über 29 Straßen im Südosten Londons. Videobeweise zeigten, dass Diebe Drohnen benutzten, um potenzielle Ziele zu überwachen, bevor sie die Verbrechen begingen.
Die örtlichen Behörden äußerten sich frustriert über die fehlende sofortige Aktion von Volkswagen und betonten die finanzielle Belastung für die Opfer. Bürgermeisterin Sheppard hob die Schwierigkeit hervor, Reparaturen zu leisten, und erklärte, dass selbst mit einem Rabatt die verbleibenden Kosten für viele Personen erheblich sein könnten. Sie stellte in Frage, ob solche Verluste angesichts der Art der Diebstähle gerechtfertigt waren. In der Zwischenzeit behauptete Volkswagen, dass es die Fahrzeugsicherheit ernst nimmt und mit Industriegruppen zusammenarbeitet, um sicherzustellen, dass seine Produkte hohen Sicherheitsstandards entsprechen. Ein Sprecher räumte ein, dass die Produktentwicklung im Laufe der Zeit zu Verbesserungen führen kann, betonte aber, dass das aktuelle Problem isoliert war.
Ein klassischer Musiker namens Peter Facer, 38, wurde bei einem grausamen "Ablenkungsdiebstahl" außerhalb der Londoner St Pancras-Station angegriffen. Am 14. Juni wurde Facer von einem Dieb angesprochen, der vorgab, nach der Euston-Station zu fragen. Sein Komplize stahl dann seine seltene Oboe d'amore, einen geliebten Besitz. Facer beschrieb den Verlust als das Gefühl, "wie ein Glied zu verlieren", was die psychologische Wirkung des Diebstahls hervorhebt.
Trotz seiner Bemühungen, Hilfe zu suchen, informierten ihn zwei Beamte der britischen Verkehrspolizei, dass der Vorfall in die Zuständigkeit der Metropolitan Police fiel. Facer wurde überlassen, die Station selbst zu durchsuchen und schließlich einen Online-Bericht bei der Met einzureichen. Die Polizei lehnte es ab, sich zu äußern, unter Berufung auf Standardverfahren für gewaltfreie Diebstähle. Dieser Vorfall unterstreicht den wachsenden Trend anspruchsvoller, emotional manipulativer Diebstahlstaktiken, die auf Personen mit sentimentalem Wert abzielen. Ein weiterer bemerkenswerter Diebstahl ereignete sich Anfang April, als eine Frau namens Jumama Zaida ihren Koffer vor der St Pancras-Station gestohlen wurde.
Ein Komplize von Bilal Arbaoui, einem 32-jährigen algerischen Migranten, lenkte sie ab, indem er behauptete, ihre Hosen seien befleckt, und bot ein Taschentuch als Vorwand an. Als sie ihre Kleidung abwischte, beschlagnahmte Arbaoui ihre goldene Rimowa-Tasche im Wert von über 1.000 Pfund. Zaida erkannte schnell, dass ihre Sachen verschwunden waren, und benachrichtigt die Polizei. Arbaoui, der zuvor für ähnliche Straftaten verurteilt worden war, wurde später für 22 Monate inhaftiert, nachdem er sich schuldig des Diebstahls bekannt hatte.
In den Fällen, in denen die Polizei die Täter aus dem St. Pancras-Fall und aus dem St. Pancras-Fall untersucht, werden die Zeugen und Opfer aufgefordert, sich mit Informationen zu melden, und betonen, dass selbst kleine Details zur Lösung dieser komplexen Verbrechen beitragen können.
Die Strafverfolgungsbehörden arbeiten daran, festzustellen, ob diese Diebstähle Teil eines breiteren Netzwerks sind oder isolierte Vorfälle. In der Zwischenzeit stehen die Opfer der Ablenkungsdiebstähle langfristigen emotionalen und psychologischen Folgen gegenüber, was die Notwendigkeit eines größeren Bewusstseins und Schutzes vor solchen Methoden unterstreicht.
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