Eine Gruppe von Dieben stahl am Wochenende in einem Museum in Messina, Sizilien, vier Renaissance-Kunstwerke von Antonello da Messina im Wert von bis zu 80 Millionen Euro. Der Diebstahl ereignete sich am späten Samstagabend, als die Stadt ihre traditionellen Festlichkeiten am Himmelfahrtstag feierte, so die lokalen Behörden und italienischen Medien am Sonntag. Zu den gestohlenen Stücken gehören Teile des San Gregorio-Polyptychons, einer seltenen Sammlung religiöser Gemälde aus dem Jahr 1473, und eine andere doppelseitige Tafel, die die Jungfrau Maria und den toten Christus in Pieta darstellt. Die Kunstwerke wurden aus dem MuMe-Museum in der süditalienischen Stadt entführt, nachdem die Täter sowohl Alarm- als auch Sicherheitssysteme umgangen hatten.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur LaPresse gelang es den Dieben, drei der fünf überlebenden Platten des Polyptikums zu entfernen und die doppelseitige Platte aus einer gepanzerten Vitrine mitzunehmen.
Alberto Fiz, ein Kunstexperte, schätzte den Gesamtwert der gestohlenen Werke auf 70 bis 80 Millionen Euro, was etwa 81 bis 92 Millionen US-Dollar entspricht. Diese Bewertung unterstreicht die immense finanzielle und historische Bedeutung der Kunstwerke, die als Schlüsselartefakte der Renaissance angesehen wurden. Das Museum hatte zuvor das San Gregorio-Polyptychon als eine seiner wertvollsten Sammlungen ausgestellt.
Die Polizei untersucht Überwachungsmaterial und überprüft Zugriffsprotokolle, um festzustellen, wie es den Dieben gelang, die Sicherheitsmaßnahmen zu deaktivieren. Beamte haben nicht bekannt gegeben, ob Mitarbeiter am Verbrechen beteiligt waren, noch haben sie angegeben, ob Anzeichen für Zwangsbetrieb oder vorherige Planung vorlagen.
Der Zeitpunkt des Diebstahls fiel mit einer großen öffentlichen Feier in Messina zusammen, bei der die Bewohner an Prozessionen und anderen traditionellen Aktivitäten zur Ehrung der Himmelfahrt der Jungfrau Maria teilnahmen. Während die Stadt mit Besuchern und Einheimischen gefüllt war, die an festlichen Veranstaltungen teilnahmen, blieb das Museum relativ ruhig, so dass die Diebe ohne sofortige Entdeckung operieren konnten.
Die italienische Regierung hat sich noch nicht öffentlich zu der Situation geäußert, obwohl sie angesichts des hochkarätigen Charakters des Diebstahls wahrscheinlich unter Druck geraten wird, das Problem anzugehen. Während die Ermittlungen weitergehen, wird der Fokus auf der Identifizierung der Verantwortlichen und der Wiederherstellung der gestohlenen Kunstwerke liegen. Das Museum plant, eine Pressekonferenz später in dieser Woche abzuhalten, um weitere Updates über den Stand der Untersuchung und neue Entwicklungen in Bezug auf die fehlenden Stücke zu liefern. In der Zwischenzeit wartet die internationale Kunstgemeinschaft darauf, ob die gestohlenen Werke wiederhergestellt und an ihren rechtmäßigen Platz im Museum zurückgegeben werden können.
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