Wissenschaftler sind in einem Rennen, um die Geheimnisse des tiefen Ozeans zu enthüllen, indem sie modernste Technologien einsetzen, um das Unbekannte zu erforschen. 001% seiner Oberfläche visuell erforscht. Dieser Mangel an Wissen stellt Herausforderungen für das Verständnis globaler Klimamodelle, mariner Ökosysteme und sogar die Vorhersage von Naturkatastrophen wie Erdbeben und Tsunamis.
Forscher nutzen Seismometer auf dem Meeresboden, die über ein Jahr lang unabhängig voneinander arbeiten können, um zu messen, wie die Dichte der Gesteine die Geschwindigkeit seismischer Wellen beeinflusst. Diese Instrumente liefern Einblicke in die konvektiven Prozesse, die unseren Planeten formen.
Ein bemerkenswertes Beispiel stammt aus dem UPFLOW-Projekt, das Daten aus OBSs analysiert, die in der Nähe der Azoren, Kanarischen Inseln und Madeiras platziert wurden. Im März 2022 erweckte eine Reihe von Erdbeben Bedenken über einen möglichen Vulkanausbruch auf der Insel São Jorge. Als Reaktion darauf setzten Ferreira und Kollegen schnell sechs OBS-Einheiten um die Insel ein, um die Magmaktivität zu überwachen. Ihre Ergebnisse zeigten, dass Magma nahe an der Oberfläche gestiegen war, bevor es anhielt und eine Katastrophe verhinderte.
Mit Blick auf die Zukunft wollen Wissenschaftler direkt Proben aus dem Erdmantel gewinnen, ein Ziel, das dank des Startes des chinesischen Tiefseebohrers Meng Xiang, was "Traum" auf Mandarin bedeutet, zunehmend erreichbar zu sein scheint. Das Ende 2024 in Betrieb genommene Schiff ist in der Lage, bis zu 11.000 Meter unter der Meeresoberfläche zu bohren und damit frühere Rekorde zu übertreffen. Peter Bijl, ein Paläo-Ozeanograf der Universität Utrecht, besuchte das Schiff während eines Workshops in Guangzhou und lobte die hochmodernen Labore und Einrichtungen an Bord. Eine weitere vielversprechende Technologie besteht in der Verwendung von Hydrophonen zur Entdeckung von Tsunamis.
Diese Unterwassermikrofone können geringe Frequenzen aufnehmen, die von großen Wellen erzeugt werden, so dass Forscher ihren Fortschritt über weite Entfernungen verfolgen können. Usama Kadri, ein angewandter Mathematiker an der Cardiff University, und sein Team arbeiten an der Verbesserung von Tsunami-Erkennungsmodellen durch Integration von Daten aus Hydrophon-Arrays. Solche Fortschritte könnten die Frühwarnsysteme erheblich verbessern und möglicherweise unzählige Leben retten.
Mit jedem Durchbruch kommen Wissenschaftler näher an die Entdeckung der komplexen Kräfte heran, die unseren Planeten prägen, von den tiefsten Gräben bis zu den verborgenen Schichten unter unseren Füßen.
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