Vasily Mitrokhin, ein ehemaliger KGB-Archivar, überlässt im Jahr 1992 heimlich den Westen und bringt geheime Dokumente mit, die die Aktivitäten des KGB während des Kalten Krieges enthüllen. Der britische Journalist Gordon Corera untersucht in seinem Buch "The Spy in the Archive" (Der Spion im Archiv) das Leben von Mitrokhin und hebt seine Transformation von einem widerwilligen Spion zu einem entschlossenen Gegner des sowjetischen Sicherheitsapparats hervor. Mitrokhins Enttäuschung über den KGB vertieft sich nach der brutalen Unterdrückung des Prager Frühlings im Jahr 1968, was ihn dazu führt, das sowjetische System als eine korrupte Einheit zu betrachten, die demontiert werden muss.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert eine ausgewogene Darstellung von Mitrokhins Motivationen und Handlungen, wobei der Schwerpunkt auf dem historischen Kontext und nicht auf offen partisanen Perspektiven liegt. Während der KGB negativ dargestellt wird, nimmt die Erzählung keine klare ideologische Haltung ein, sondern betont stattdessen die persönliche Reise von Mitrokhin in die Ukraine.



