Venezuela wurde von einer Reihe von Erdbeben heimgesucht, die weit verbreitete Zerstörungen hinterließen, insbesondere in der Küstenstadt La Guaira. Die Katastrophe hat den Überlebenden ein immenses emotionales und psychisches Trauma gebracht, wobei viele Familien Schwierigkeiten hatten, die Toten zu identifizieren und mit ihrem Verlust fertig zu werden. Ein am Boden arbeitender Psychologe beschrieb die erschütternde Erfahrung, die Verwüstung aus erster Hand zu erleben und den schwierigen Prozess, betroffenen Personen zu helfen, ihre Trauer zu meistern.
Die Ankunft war von großer Wirkung, da die Realität der Situation weit über das hinausging, was durch Fernsehen oder soziale Medien zu sehen war. Sie beschrieb, sich im Angesicht einer zu Trümmern geratenen Stadt klein zu fühlen. Ihre erste Reise durch La Guaira enthüllte eine tiefe Stille unter Hunderten von Menschen, die ruhig warteten, als Rettungskräfte ihre Hände hoben, ein universelles Signal, um Motoren zu stoppen und still zu bleiben, in der Hoffnung, Lebenszeichen unter den Trümmern zu hören. Diese Mischung aus Hoffnung und Verzweiflung markierte den Beginn ihrer Arbeit dort. Eine der schlimmsten Situationen, die sie erlebte, war der Zusammenbruch des Hafens, der zu einer provisorischen Leichenhalle wurde.
Da die Infrastruktur überfordert war, wurde der Hafen als Ort für den Empfang der Verstorbenen bestimmt. Der Kontrast zwischen dem riesigen blauen Meer, das den Himmel traf, und den temporären Zelten, in denen einige der schmerzhaftesten erdenklichen Bilder untergebracht waren, war auffällig.
Sie beobachtete, was Psychologen als funktionelle Dissoziation bezeichnen, bei der Individuen ihren Schmerz unterdrücken, um praktische Angelegenheiten zu bewältigen, und ihre Trauer verzögern, bis sie ihre Familienmitglieder finden.
Sie lehrte Begleiter, Familienmitglieder, Nachbarn, Freunde, wie man emotional reagiert, wenn jemand überwältigt wird, da vielen die Fähigkeiten fehlten, andere effektiv zu trösten. Die emotionale Wirkung war schwerwiegend: akuter Stress, Alpträume und sensorische Rückblenden, die so lebendig waren, dass die Menschen fühlten, dass die Erde noch zitterte. In Konsultationen arbeitete die Psychologin mit forensischem Personal, Studenten, die Feldarbeit inmitten der Katastrophe abschlossen, und sogar Geistlichen, deren psychische Gesundheit betroffen war.
Sie waren Zeugen der Erdbeben in ihrer Kirche, beteten unter Marmor, als alles zusammenbrach, und mussten nun ohne Ruhe Beerdigungen durchführen. Alle waren am Bruchpunkt. Andere Fälle bewegten sie tief, besonders die mit Schuld. Eine 24-jährige Mutter erzählte, wie sie ihre einjährige Tochter nach 15 Tagen Suche gefunden hatte. Der Ausdruck auf ihrem Gesicht zeigte, wie sehr das Kind gelitten hatte, und sie konnte sich nicht dafür vergeben. Eine andere Frau erzählte die Geschichte, wie sie ihren Neffen, den sie wie einen Sohn aufgezogen hatte, mit einem schwer entstellten Körper fand. Inmitten des Horrors bemerkte der Psychologe Beispiele von Solidarität und Hoffnung. Trotz des Verlusts von allem kümmerten sich einige Menschen um sie.
In der Leichenhalle sagten Familien, die Lebensmittel verteilten: "Doktorin, essen Sie etwas, erhalten Sie das", und zeigten trotz ihres eigenen Leidens Mitgefühl.
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