Syrien hat die Eröffnung seines neu gebildeten Parlaments verschoben, die ursprünglich für Montag geplant war, ohne dass ein neues Datum angekündigt wurde. Die Verzögerung folgt auf einen tödlichen Bombenanschlag in der Nähe des Justizministeriums in Damaskus, bei dem 10 Menschen getötet wurden, die meisten von ihnen Anwälte. Einige lokale Berichte deuten darauf hin, dass die Verschiebung mit dem geplanten Besuch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Damaskus am Montag verbunden sein könnte. Das 220-köpfige Parlament, bestehend aus zwei Dritteln gewählter Mitglieder und einem Drittel von Präsident Ahmad Al Shara ernannt, stellt einen bedeutenden Schritt im Übergang Syriens von der autokratischen Herrschaft von Bashar al-Assad dar. Die neuen Behörden haben begonnen, Persönlichkeiten des ehemaligen Regimes wegen Kriegsgräueltaten zu verfolgen, obwohl die Täter des jüngsten Bombenanschlags unbekannt bleiben.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert Informationen über die Verschiebung der syrischen Parlamentssitzung, ohne offen eine politische Seite zu begünstigen.



