Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten lehnte die Forderung von Präsident Donald Trump ab, ein 5-Millionen-Dollar-Gerichtsurteil gegen ihn im Fall des sexuellen Missbrauchs und der Verleumdung durch E. Jean Carroll aufzuheben. Das Oberste Gericht erließ eine kurze, ungeklärte Anordnung, die die Berufung ablehnte, was bedeutet, dass die Ergebnisse der Jury intakt bleiben. Die Entscheidung markiert einen bedeutenden rechtlichen Meilenstein, da sie bestätigt, dass Trump das Urteil nicht auf der höchsten Ebene der Justiz anfechten kann. Kein Richter äußerte sich in dieser Angelegenheit anders, und das Urteil entspricht der üblichen Praxis des Gerichts, Fälle ohne ausführliche Erklärungen abzulehnen.
Der Fall konzentriert sich auf Vorwürfe, dass Trump Carroll Mitte der 1990er Jahre in einem Kaufhaus in New York City sexuell angegriffen hat. Carroll, eine bekannte Ratschlagskolumnistin und ehemalige Fernsehpersönlichkeit, bezeugte während eines Prozesses im Jahr 2023, dass die Begegnung in der Umkleidekabine von Bergdorf Goodman, einem Luxus-Einzelhändler in der Nähe des Trump Tower in Manhattan, zu einem gewaltsamen Akt eskalierte. Die Jury entschied auch, dass Trump sie diffamierte, als er ihre Vorwürfe im Jahr 2022 öffentlich leugnete.
Zusätzlich zu diesem Fall steht Trump vor einem weiteren Urteil in Höhe von 83,3 Millionen US-Dollar aus einem separaten Verleumdungsverfahren mit den gleichen Vorwürfen. Sein Rechtsteam hat erklärt, dass sie auch gegen dieses Urteil Berufung einlegen wollen. Die Ablehnung der ersten Berufung durch den Obersten Gerichtshof lässt die Möglichkeit weiterer juristischer Kämpfe offen, signalisiert aber, dass der derzeitige juristische Weg für Trump in diesen Angelegenheiten zu schließen scheint.
Trumps Rechtsvertreter hatten argumentiert, dass die Entscheidung der Jury auf "sehr aufrührerischen" Beweisurteilen basierte, insbesondere auf den Aussagen zweier anderer Frauen, die ihn wegen sexuellen Fehlverhaltens in der Vergangenheit beschuldigten.
Trotz dieser Argumente behauptete Carrolls juristisches Team, dass die Zeugenaussagen anderer Ankläger aufgrund der Ähnlichkeit der Vorwürfe relevant seien. Sie betonten, dass die Urteile des Richters mit den landesweit geltenden gerichtlichen Standards übereinstimmten.
Die Entscheidung des Obersten Gerichts folgt einer Reihe von wichtigen Entscheidungen, darunter eine, die Trumps Befugnis erweiterte, Beamte innerhalb der Bundesbürokratie zu entlassen, mit Ausnahme der Federal Reserve. Dieses Urteil unterstreicht das komplexe Zusammenspiel zwischen Exekutivgewalt und gerichtlicher Aufsicht. Inzwischen stand Trump vor anderen erheblichen rechtlichen Herausforderungen, wie einer New Yorker Strafe für zivilen Betrug in Höhe von mehr als 500 Millionen Dollar, die später von einem Berufungsgericht aufgehoben wurde.
Während sich die rechtliche Landschaft weiter entwickelt, bleibt das Ergebnis der verbleibenden Berufungen von Trump ungewiss. Während der Oberste Gerichtshof die Tür für die Anfechtung des 5-Millionen-Dollar-Urteils geschlossen hat, könnten die breiteren Implikationen dieser Rechtskämpfe zukünftige Diskussionen über die Rechenschaftspflicht und die Grenzen der Präsidentschaftsgewalt prägen.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 5 €/Monat.
Unterstützer werden