Israelische Streitkräfte haben nach einem tödlichen Angriff, der der Hisbollah zugeschrieben wird, weitere Angriffe im Südlibanon gestartet. Das israelische Militär bestätigte seine Absicht, weiterhin Mitglieder der vom Iran unterstützten militanten Gruppe ins Visier zu nehmen und warnte, dass niemand der Verantwortung entgehen wird. Die Angriffe kamen, nachdem die Hisbollah Drohnen mit Sprengstoff in der sogenannten Sicherheitszone in der Nähe der Grenze eingesetzt hatte, die Israel kontrolliert und behauptet, in seinem Hoheitsgebiet zu sein. Laut israelischen Beamten wurden drei Soldaten während der Drohnenangriffe schwer verletzt, darunter ein Offizier.
Die israelischen Verteidigungskräfte behaupteten, dass zwei hochrangige Hisbollah-Kommandeure bei den Vergeltungsschlägen getötet wurden. Eines der Ziele wurde als Abu Hassan Alaa identifiziert, ein Mitglied der Badr-Einheit, der angeblich an der Drohnenoperation beteiligt war, bei der israelische Truppen verletzt wurden. Der andere Kommandeur war Ali Samir al-Haj Hassan, ein Mitglied der Elite-Radwan-Einheit.
Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP beschrieb die Szene als ein zerstörtes Haus. Präsident Joseph Aoun nannte den Vorfall eine "ganze Familie", die ausgelöscht wurde, während Premierminister Nawaf Salam die "gefährliche Eskalation" verurteilte und ein Ende der Feindseligkeiten forderte. Das israelische Militär erklärte später, dass es erst nach der Tatsache erfahren hatte, dass die Familie von Hassan während des Angriffs im Haus anwesend war. Es stellte klar, dass die anderen Familienmitglieder nicht ins Visier genommen wurden. Premierminister Benjamin Netanyahu beschuldigte die Hisbollah, Zivilisten absichtlich in Gefahr gebracht zu haben.
Die Situation hat die Spannungen zwischen Israel und dem Libanon eskaliert, wobei sich beide Seiten gegenseitig für zivile Opfer beschuldigen. Das israelische Militär hat die Kontrolle über die Sicherheitszone beibehalten, die es für seine Verteidigung notwendig hält. Inzwischen operiert die Hisbollah weiterhin entlang der Grenze und hält ihre Allianz mit dem Iran aufrecht. Internationale Beobachter haben das zunehmende Risiko eines breiteren regionalen Konflikts festgestellt, obwohl direkte diplomatische Kanäle offen bleiben.
Mit den andauernden Zusammenstößen und den Anschuldigungen des vorsätzlichen Angriffs werden die humanitären Auswirkungen auf die lokalen Gemeinschaften immer schwerer.
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