Ein sudanesisches Gericht hat Mohamed Hamdan Dagalo, den Anführer der paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF), wegen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord im Zusammenhang mit Gräueltaten in der Region West-Darfur zum Tode verurteilt. Der Prozess, der in Port Sudan unter Armeerechtsprechung stattfand, verurteilte Dagalo in Abwesenheit zusammen mit 15 anderen RSF-Beamten, darunter seine Brüder und Kommandeure. Die Sudan Founding Alliance, zu der die RSF gehört, nannte den Prozess eine "Betrugstellung". Das Gericht entschied, dass die Angeklagten Angriffe auf Zivilisten orchestriert, Eigentum zerstört und Schulen, Kultstätten und Wohngebiete ins Visier genommen haben.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert einen ausgewogenen Bericht über die Gerichtsverfahren gegen die RSF-Führung, wobei sowohl die Feststellungen des Gerichts als auch die Leugnung der RSF von Fehlverhalten zitiert werden.



