Eine neue Studie der Universität Zürich hat ergeben, dass fast ein Drittel der jungen Männer in der Schweiz problematische Ansichten über Männlichkeit hat. Diese Erkenntnis stammt aus einer repräsentativen Umfrage mit dem Titel "Männlichkeit im Wandel", die die Einstellungen von über 6.000 Personen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren im ganzen Land untersuchte. " Die Studie konzentrierte sich auf Themen wie Geschlechterrollen, Partnerschaften, Sexualität und Gleichheit.
Laut den Ergebnissen hat fast jeder dritte junge Mann im Land ein problematisches Bild von Männlichkeit, während etwa die Hälfte aller jungen Männer befürchtet, dass traditionelle Vorstellungen von Männlichkeit zunehmend marginalisiert und beiseite geschoben werden.
Die Studie führt einen neuen Indikator namens "Faktor M" ein, der verschiedene Einstellungen misst, die mit traditionellen männlichen Rollen verbunden sind. Hohe Werte des Faktors M deuten auf ein Weltbild hin, in dem Männlichkeit stark mit Dominanz, Härte und Ausgrenzung verbunden ist. Die Forscher identifizierten sieben Empfehlungen, die darauf abzielen, diese Probleme anzugehen. Einer der Hauptvorschläge besteht darin, junge Männer und Jungen zu ermutigen, kritisch über ihre Geschlechterrollenbilder nachzudenken. Eine weitere Empfehlung fordert Schulen auf, mehr Verantwortung zu übernehmen, indem sie Themen im Zusammenhang mit Geschlechterrollen, Gleichheit und Gewaltprävention in ihre Lehrpläne einbeziehen.
Darüber hinaus gibt es einen Aufruf, den Einfluss von Social-Media-Plattformen wie TikTok, Instagram und YouTube anzugehen, auf denen viele junge Menschen männlichen Idealen begegnen. "
Die Forscher betonen die Bedeutung der Förderung von Beziehungen und sexueller Kompetenz und schlagen vor, dass Sexualerziehung über biologische Fakten hinausgehen und Kommunikationsfähigkeiten, gegenseitigen Respekt, Ablehnung und kritisches Engagement mit Pornografie umfassen sollte. Sie empfehlen auch, die Bemühungen zur Verhinderung von Gewalt zu erweitern, unter Berücksichtigung der Rolle, die traditionelle Männlichkeitsnormen in häuslichen, familiären und öffentlichen Räumen spielen können. Die Unterstützung junger Männer, die schwierigen Lebenssituationen ausgesetzt sind, ist ein weiterer Schlüsselpunkt und hebt die Notwendigkeit hervor, Bildungs- und berufliche Möglichkeiten zur Verringerung von Frustration und sozialer Ausgrenzung zu bieten.
Schließlich unterstreicht die Studie die zentrale Rolle der Väter und spricht sich für frühzeitige Unterstützung und Angebote für Väter aus, um ihnen zu helfen, sich aktiver an der Familie und der Kindererziehung zu beteiligen.
Laut der Studie waren die Ergebnisse für das Forscherteam unerwartet. Zum Beispiel hatten sie zuvor Daten aus Deutschland vor drei Jahren verglichen, in denen 30 Prozent der jungen Männer Bedenken äußerten, dass "echte Männer" zunehmend an den Rand der Gesellschaft gedrängt würden. Im Gegensatz dazu teilten in der Schweiz 50 Prozent der jungen Männer ähnliche Bedenken.
"Dieser Begriff bezieht sich auf Echo-Kammern im Internet, in denen die männliche Überlegenheit betont und gefeiert wird, wobei die aktuellen Unsicherheiten unter jungen Männern oft auf Frauen, Feminismus und Gleichstellungsbewegungen zurückgeführt werden, ohne die lange Geschichte der Diskriminierung von Frauen und patriarchalischen Strukturen in der Gesellschaft anzuerkennen.
Die Studie hebt mehrere mögliche Faktoren hervor, die zu diesen Veränderungen in gesellschaftlichen Werten beitragen, darunter die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie, polarisierende Algorithmen auf Plattformen wie TikTok, der andauernde Krieg in der Ukraine, die zunehmende Präsenz künstlicher Intelligenz im täglichen Leben und die Klimakrise. Diese bleiben jedoch für Interpretationen offen. Der Experte betont, dass es fraglich wäre, bestimmte Gruppen oder Individuen für die Schuld auszuwählen, wenn man diese Entwicklungen diskutiert. Stattdessen plädiert er für ein breiteres Verständnis und kollektive Anstrengungen, um die zugrunde liegenden Probleme anzugehen.
Die Studie bietet Einblicke in die Komplexität der Männlichkeit in der zeitgenössischen Schweizer Gesellschaft und bietet eine Grundlage für zukünftige Diskussionen und Interventionen, die darauf abzielen, gesündere und inklusivere Wahrnehmungen von Geschlechterrollen zu fördern.
5 Berichte
SRF NewsStaatlich / öffentlichMitteFaktentreue 95Objektivität 85vor 22 Tagen Studie der Universität Zürich – Jeder dritte junge Mann hat ein problematisches MännerbildEine Studie der Universität Zürich ergab, dass fast jeder dritte junge Mann in der Schweiz eine problematische Sicht auf die Männlichkeit hat. Die Studie ergab auch, dass etwa die Hälfte der jungen Männer befürchtet, dass "echte Männlichkeit" zunehmend marginalisiert wird. Junge Männer neigen dazu, Gewalt und feindliche Einstellungen gegenüber Frauen und LGBTQ+ Personen mehr zu akzeptieren. Die repräsentative Studie mit dem Titel "Männlichkeit im Übergang", durchgeführt vom Jacobs Center for Productive Youth Development an der Universität Zürich in Zusammenarbeit mit der Schweizer Organisation "männer.ch", befragte über 6.000 Menschen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel enthält Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie, ohne offen jegliche politische Perspektive zu begünstigen.
Warum diese Bewertungen (Faktentreue 95 · Objektivität 85): This article provides detailed information about the study, including methodology and key findings such as 'every third young man' having problematic masculinity views. It cites the university and collaboration with männer.ch. The tone is informative but shows some concern over the issues identified
SRF NewsStaatlich / öffentlichMitteFaktentreue 90Objektivität 80vor 21 Tagen Studie der Universität Zürich – Experte: «Schädliche Männlichkeitsnormen sind in uns allen»Eine Studie der Universität Zürich zeigt, dass jeder fünfte Mann in der Schweiz ein problematisches Männlichkeitsbild hat, wobei jeder dritte Mann zwischen 18 und 24 Jahren solche Ansichten aufweist. Markus Theunert, Experte für fortschrittliche männliche und väterliche Organisationen und Co-Autor der Studie, erklärt, warum dominante Männlichkeitsnormen schädlich sind und sie mit erhöhter Gewalt, Gesundheitsrisiken und Hindernissen für die Gleichstellung der Geschlechter in Verbindung bringen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert faktische Erkenntnisse aus einer Universitätsstudie ohne offensichtlich voreingenommene Sprache oder Gestaltung.
Warum diese Bewertungen (Faktentreue 90 · Objektivität 80): The article accurately reports the study's findings, including statistics like 'every fifth man' and 'every third young man.' It includes direct quotes from Markus Theunert, providing context and explanation. The tone leans slightly towards concern but remains mostly objective.
Tages-AnzeigerUnabhängigMitteFaktentreue 85Objektivität 75vor 22 Tagen Studie zu Männlichkeit: Männer sind Frauen überlegen, Gewalt ist legitim – das denkt jeder fünfte Schweizer MannEine Studie der Universität Zürich zeigt, dass restriktive und dominierende Männlichkeitstereotypen unter jungen Schweizer Männern zunehmend an Bedeutung gewinnen, teilweise aufgrund des Einflusses der Manosphäre.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel berichtet über eine Universitätstudie und zitiert einen Experten ohne offensichtliche ideologische Rahmenbedingungen oder voreingenommene Sprache.
Warum diese Bewertungen (Faktentreue 85 · Objektivität 75): The article presents the study's findings but uses more emotionally charged language, such as 'restriktive und dominante Männlichkeitsbilder gewinnen an Boden.' While the facts seem accurate, the phrasing suggests a stronger stance against certain masculine norms, reducing objectivity.
watsonUnabhängigMitteFaktentreue 80Objektivität 80vor 23 Tagen Studie zeigt: So ist das Männerbild von jungen SchweizernEine Studie untersucht die Wahrnehmung der Männlichkeit bei jungen Schweizer Männern.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel behandelt eine Studie über die gesellschaftliche Wahrnehmung der Männlichkeit, die nicht von Natur aus politisch belastet ist.
Warum diese Bewertungen (Faktentreue 80 · Objektivität 80): The article summarizes the study's findings without taking a strong stance. It mentions the study's focus on young Swiss men's masculinity views but lacks specific data points. The tone is neutral and informative, though less detailed compared to other sources.
Tages-AnzeigerUnabhängigMitteFaktentreue 75Objektivität 85vor 20 Tagen Studie der Universität Zürich: Wie toxisch ist Ihr Bild von Männlichkeit wirklich? Machen Sie hier den TestEine Studie der Universität Zürich liefert detaillierte Einblicke in die Wahrnehmung von Männlichkeit durch die Schweizer.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel konzentriert sich auf eine soziologische Studie über die öffentliche Wahrnehmung von Männlichkeit, die nicht von Natur aus politisch aufgeladen ist.
Warum diese Bewertungen (Faktentreue 75 · Objektivität 85): The article introduces the study but does not provide specific findings or quotes from the research. It focuses more on inviting readers to take a test rather than reporting results. Factual claims are limited, but no clear inaccuracies are present. The tone remains neutral.
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