Laut neuen Daten und Expertenanalysen sind jüngere Menschen zunehmend von Schlaganfällen betroffen. Ben Murphy, ein 33-jähriger Mann aus Südost-Queensland, erlitt innerhalb von fünf Jahren zwei Schlaganfälle, was die wachsende Besorgnis über das Auftreten von Schlaganfällen bei jüngeren Bevölkerungsgruppen unterstreicht. Sein erster Schlaganfall ereignete sich, als er 27 Jahre alt war, zunächst aufgrund der Herausforderungen der Pandemie falsch diagnostiziert. Er verbrachte zehn Tage im Krankenhaus, bevor er entlassen wurde, obwohl die Scans ein "Loch" in seinem Herzen aufdeckten. Die Ärzte der damaligen Zeit empfahlen keine Behandlung für diesen Zustand. Fünf Jahre später erlitt er einen schwereren Schlaganfall, der zu Sprachverlust und Beweglichkeit führte und einen dreimonatigen Krankenhausaufenthalt erforderte.
Nach dem zweiten Schlaganfall wurde ein Verfahren zur Schließung der Herzöffnung durchgeführt. Murphy kehrt nun allmählich zu seiner Familienfarm in der Nähe der Gold Coast zurück und gewinnt langsam die Unabhängigkeit durch Aktivitäten wie das Fahren.
In Australien erklärte die Leiterin der Schlaganfall-Stiftung, Lisa Murphy, dass sich die Präventionsbemühungen weiterhin auf ältere Bevölkerungsgruppen konzentrieren und jüngere Menschen anfällig machen. Sie betonte, dass Risikofaktoren wie Bluthochdruck, hoher Cholesterinspiegel, Diabetes und Vorhofflimmern wesentlich zum Schlaganfallrisiko beitragen, obwohl diese Faktoren bei jüngeren Patienten oft unbemerkt bleiben. Neurologieprofessor Vincent Thijs vom Florey Institute of Neuroscience and Mental Health wies darauf hin, dass der Anstieg der jungen Schlaganfallfälle in erster Linie mit ischämischen Schlaganfällen zusammenhängt, die auftreten, wenn ein Blutgerinnsel eine Arterie blockiert, die das Blut zum Gehirn liefert.
Diese Art von Schlaganfall ist für 80 Prozent aller Schlaganfälle in Australien verantwortlich. Thijs wies auch auf eine Zunahme junger Schlaganfallfälle ohne erkennbare Ursache hin, die als kryptogene Schlaganfälle bezeichnet werden.
Thijs empfahl nach einem Schlaganfall eine verbesserte Screening für PFO bei Personen im Alter von 18 bis 60 Jahren, da die Identifizierung und Behandlung von PFO nachfolgende Schlaganfälle verhindern kann.
Experten betonen, dass Schlaganfallsymptome häufig von Gesundheitsfachkräften, einschließlich der Mitarbeiter der Notaufnahme und der Sanitäter, übersehen werden. Das Fehlen der Erkennung dieser Symptome bei jüngeren Patienten unterstreicht die dringende Notwendigkeit aktualisierter Präventionsstrategien, die auf Personen im erwerbsfähigen Alter abzielen. Da die Forschung weiterhin die Komplexität der steigenden Schlaganfallraten bei jungen Menschen aufdeckt, werden die Forderungen nach umfassendem Screening und Bildung stärker. Die Erfahrungen von Personen wie Murphy und De Cotta dienen als Erinnerung, dass Schlaganfall nicht aufgrund von Alter oder wahrgenommenem Gesundheitszustand diskriminiert.
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