Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) warnt davor, dass ein verstärktes El Niño-Wettermuster bis Ende 2027 fast 50 Millionen mehr Menschen in akuten Hunger treiben könnte, so eine neue Analyse, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Die Prognose kommt inmitten wachsender Bedenken darüber, wie Klimaextreme die Ernährungssicherheit in gefährdeten Regionen beeinflussen werden. Das WFP schätzt, dass die weltweite Zahl der Menschen, die mit akuter Ernährungsunsicherheit konfrontiert sind, aufgrund des laufenden El Niño-Zyklus von 225 Millionen auf 274 Millionen steigen könnte, was einem Anstieg von etwa 22 Prozent entspricht. Das WFP identifizierte Mittelamerika, Südafrika, Ost-Afrika und Teile Süd- und Südostasiens als Regionen, die wahrscheinlich die schwersten Auswirkungen haben werden.
1 Prozent. Ost- und Südafrika, in denen die bevorstehende Regenzeit für die Nahrungsmittelproduktion entscheidend ist, sind mit erheblichen Risiken konfrontiert, wobei mehr als 18 Millionen Menschen potenziell einer Verschlechterung der Ernährungssicherheit ausgesetzt sind, was einen Anstieg von 26 Prozent bedeutet. Die südafrikanischen Länder sind aufgrund der Abhängigkeit von Regenernährung besonders gefährdet. 2 Millionen zusätzliche Menschen könnten einer akuten Ernährungsunsicherheit ausgesetzt sein. Inzwischen sind auch West- und Zentralafrika gefährdet, wobei die Ernährungsunsicherheit voraussichtlich um 12 Prozent steigen wird und fast sechs Millionen weitere Personen betreffen wird.
Diese Zahlen belegen die weitreichenden Folgen des El Niño-Phänomens, das sich auf Niederschlagsmuster, Temperaturniveaus und landwirtschaftliche Produktivität in verschiedenen Ökosystemen auswirkt. Das WFP betonte, dass ein frühzeitiges Eingreifen der Schlüssel zur Minderung langfristiger Schäden ist. Jeder Dollar, der in vorbeugende Maßnahmen investiert wird, kann bis zu sieben Dollar an vermiedenen Kosten und reduzierten Notfallmaßnahmen zurückgeben. Dies unterstreicht die Bedeutung proaktiver Strategien wie Hochwasservorbereitung, Dürreplanung und Sturmmhilfe.
Die Agentur arbeitet eng mit Partnern zusammen, darunter die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), das Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) und lokale Regierungen, um diese Initiativen umzusetzen.
Dürre, Überschwemmungen und extreme Temperaturen bedrohen bereits Gemeinden, insbesondere in Regionen, in denen die Nahrungsmittelsysteme fragil sind und die Bevölkerung bereits unter Stress durch Armut, Konflikte und Arbeitslosigkeit steht. Das WFP und die FAO haben Appelle für mehr internationale Unterstützung eingereicht, um gefährdete Gemeinden bei der Vorbereitung auf die erwarteten Klima-Schocks zu unterstützen. Die Agenturen fordern Geber und Regierungen auf, die Finanzierung von Programmen zu priorisieren, die darauf abzielen, die Lebensgrundlagen zu schützen und den Zugang zu lebenswichtigen Nahrungsmitteln zu gewährleisten.
Dazu gehören Investitionen in Frühwarnsysteme, ein verbessertes Wassermanagement und nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken, die die Widerstandsfähigkeit gegen die Klimaveränderlichkeit erhöhen. Mit dem Fortschreiten des El Niño-Zyklus überwacht das WFP weiterhin seine Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit und passt seine Reaktionsstrategien entsprechend an. Angesichts des Potenzials für weit verbreitete Notlagen betont die Agentur, dass rechtzeitige und gezielte Interventionen von entscheidender Bedeutung sind, um eine weitere Verschlechterung der Nahrungsmittelverfügbarkeit und der Ernährungsergebnisse zu verhindern.
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