Präsident Volodymyr Zelenskyy hat einen Gesetzesakt unterzeichnet, der Russisch als eine unter europäischen Standards geschützte Sprache in der Ukraine entfernt. Diese Entscheidung markiert eine bedeutende Verschiebung in der Art und Weise, wie das Land mit Sprachpolitik umgeht, insbesondere in Bezug auf Minderheitensprachen.
Das Gesetz legt fest, dass in der Ukraine die Bestimmungen der Europäischen Charta für eine Liste von Sprachen gelten, darunter Weißrussisch, Bulgarisch, Gagauzisch, Krimtatarisch, Griechisch, Deutsch, Polnisch, Rumänisch, Slowakisch, Ungarisch, Tschechisch und Hebräisch.
Ruslan Stefanchuk, der Sprecher der Verkhovna Rada (Parlament der Ukraine), betonte, dass dieser Schritt für den Schutz des ukrainischen Sprachraums und die Erfüllung europäischer Verpflichtungen von entscheidender Bedeutung ist. Er erklärte, dass die Entfernung des Russischen aus der Liste der geschützten Sprachen sowohl gerecht als auch rechtmäßig sei, und stellte fest, dass die Sprache des Angreiferstaats nicht von Instrumenten profitieren sollte, die zur Unterstützung der Sprachen indigener Völker und nationaler Gemeinschaften geschaffen wurden. Stefanchuk hob auch hervor, dass die Ukraine, während sie die sprachliche und kulturelle Vielfalt respektiert, Möglichkeiten für einen fortgesetzten imperialen Einfluss aus Russland beseitigen muss.
Der Prozess, der zu dieser Gesetzgebung führte, begann früher als erwartet. Die Verkhovna Rada verabschiedete den Gesetzentwurf Anfang Dezember 2025 nach einem langwierigen Verfahren. Das Gesetz zielt darauf ab, die Übersetzung der Europäischen Charta für regionale oder Minderheitensprachen zu klären und schließt Russisch zusammen mit der nicht existierenden moldauischen Sprache aus dem ratifizierten Gesetz aus.
Durch die Entfernung des Russischen aus der Liste der geschützten Sprachen versucht die Ukraine, ihre nationale Identität zu stärken und den Einfluss einer Sprache zu verringern, die historisch mit dem russischen Imperialismus verbunden ist. Die Entscheidung steht im Einklang mit dem Engagement des Landes, sein sprachliches Erbe zu bewahren und sicherzustellen, dass Minderheitensprachen angemessene Anerkennung erhalten, ohne Sprachen, die als Bedrohung für die nationale Einheit angesehen werden, übermäßige Privilegien zu gewähren.
Während einige dies als einen Schritt in Richtung einer größeren sprachlichen Souveränität betrachten, könnten andere dies als eine potenzielle Herausforderung für die Rechte russischsprachiger Bürger ansehen. Die Haltung der Regierung scheint klar zu sein und betont die Bedeutung des Schutzes der ukrainischen Sprache und Kultur vor äußeren Einflüssen.
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