Der Artikel behandelt den Waldheim-Skandal, der während des österreichischen Präsidentschaftswahlkampfes 1986 begann und an dem Kurt Waldheim, ein ehemaliger Außenminister und Generalsekretär der Vereinten Nationen, beteiligt war. Waldheim hatte seinen Dienst als Offizier in der deutschen Besatzungsarmee in Jugoslawien, Albanien und Griechenland zwischen 1942 und 1944 verheimlicht. Während er diese Rolle zugegeben hatte, leugnete er jegliche Kenntnis von Kriegsverbrechen, einschließlich der Hinrichtung von Zivilisten und der Deportation griechischer Juden aus Thessaloniki. Dies führte zu internationaler Überprüfung und Anschuldigungen des historischen Revisionismus. Waldheim reagierte, indem er die Vorwürfe leugnete und Kritiker einer koordinierten Verleumdungskampagne beschuldigte, die sowohl auf inländische Gegner als auch auf internationale jüdische Organisationen abzielte.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel bietet einen ausgewogenen Überblick über die geschichtlichen Auseinandersetzungen um Waldheims Kriegszeit und die darauffolgenden politischen und ethischen Debatten.




