Ein neuer Bericht des Citizen Lab an der Universität von Toronto hat ergeben, dass die Pegasus-Spionage-Software der NSO Group während seiner Untersuchung von Spyware-Missbrauch in Europa gegen Stelios Kouloglou, einen ehemaligen Mitglied des Europäischen Parlaments (MEP) und Journalisten, eingesetzt wurde. Die Forscher konnten zwar nicht endgültig feststellen, welche Regierung hinter den Angriffen steckte, aber sie stellten Ähnlichkeiten zwischen diesem Fall und früheren Hacking-Kampagnen fest, die auf exilierte russische und weißrussische Journalisten in Europa abzielten. Kouloglou, der das Europäische Parlament 2024 verließ, erklärte, dass die Überwachung durch "sehr schlechte Leute" Bedenken hinsichtlich Korruption, Gerechtigkeit und Demokratie hervorrief. Die Ergebnisse ergeben sich inmitten der laufenden Prüfung von Pegasus, einem Überwachungstool, das von der israelischen Firma NSO Group entwickelt und an Regierungen weltweit verkauft wurde. Kouloglou war Teil des Pega-Ausschusses, der 2022 gegründet wurde, um den Missbrauch von Spyware unter Verletzung der EU-Gesetze zu untersuchen, aber die Empfehlungen des Ausschusses wurden weitgehend ignoriert.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel stellt sachliche Erkenntnisse einer Forschungseinrichtung dar, ohne offen eine politische Seite zu bevorzugen.Er berichtet über den Einsatz von Spyware gegen einen Abgeordneten des Europäischen Parlaments und hebt die weiteren Auswirkungen auf Demokratie und Regierungsführung hervor, nimmt jedoch keine klare ideologische Haltung ein oder verwendet eine voreingenommene Sprache.





