Ein Drohnenangriff auf zwei zivile Schiffe im Schwarzen Meer hat die Türkei dazu veranlasst, erneut Alarm zu schlagen über die sich verschlechternde maritime Sicherheit der Region. Der Vorfall ereignete sich am späten Montag, als beide Schiffe aus dem russischen Hafen von Noworossijsk abfuhren, wobei mehrere Besatzungsmitglieder verletzt wurden. Das türkische Außenministerium bestätigte die Angriffe und betonte seine tiefe Besorgnis über den anhaltenden Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, der nach Angaben des Ministeriums die zivile Schifffahrt trotz wiederholter Warnungen von Ankara zunehmend beeinträchtigt. Nach Angaben des Ministeriums wurden die beiden Schiffe, die als Yasar und Nadezhda identifiziert wurden, kurz nach der Abfahrt von Noworossiysk angegriffen.
Das Ministerium stellte fest, dass der Zustand der verletzten Besatzungsmitglieder genau überwacht wird, obwohl spezifische Details über ihren aktuellen Gesundheitszustand unklar bleiben. Die türkische Generaldirektion für Seefahrt gab eine separate Erklärung heraus, in der bestätigt wurde, dass das Nadezhda, ein in türkischem Besitz befindliches Frachtschiff, von einer Drohne etwa 20 Seemeilen (37 Kilometer) vor der Küste von Novorossiysk getroffen wurde.
Vorläufige Berichte deuten darauf hin, dass das Schiff Schäden an seinen Wohnräumen und seinem Bug erlitten hat, wobei an Bord noch ein Feuer brannte. Trotz der Bemühungen, sich mit den russischen Seebehörden zu koordinieren, konnten sich die Rettungsteams aufgrund der anhaltenden Bedrohung durch weitere Drohnenangriffe nicht nähern. Die Generaldirektion für Seeangelegenheiten erklärte, dass alle Besatzungsmitglieder von russischen Seeeinheiten sicher in den russischen Hafen Novorossiysk evakuiert wurden. Drei Personen erlitten jedoch kritische Verletzungen, und die Agentur äußerte Besorgnis um ihr Wohlbefinden und wünschte ihnen eine schnelle Genesung und eine sichere Rückkehr nach Hause.
Der jüngste Anschlag ist eine weitere in der Schwarzmeerregion alarmierende Vorfallserie. Anfang dieses Jahres wurde ein türkisches Fischereifahrzeug in der Nähe der Krim getroffen, was zu einem Tod und mehreren Verletzungen führte. Ende Mai wurde ein türkisches Frachtschiff durch einen weiteren Drohnenangriff angegriffen, was Ankara dazu veranlasste, vor einer "unkontrollierten Eskalation" in der Region zu warnen. Die ukrainische Marine schrieb diesen Angriff einer russischen Drohne zu.
Die Türkei hat zahlreiche Fälle von Drohnen mit Ursprung auf beiden Seiten registriert, die auf ihrem Boden abgestürzt sind, neben häufigen Sichtungen von unbewaffneten bewaffneten Marineschiffen, die an Land gewaschen wurden. Als Reaktion auf diese zunehmenden Bedrohungen startete die Türkei zusammen mit Rumänien und Bulgarien eine gemeinsame maritime Sicherheitsinitiative, die darauf abzielt, streunende Marine-Minen aus der Region zu räumen.
Während einer Pressekonferenz betonte Fidan die Bedeutung der Gewährleistung der sicheren Schifffahrt und der kommerziellen Sicherheit im Schwarzen Meer und stellte fest, dass die Vereinten Nationen sich zuvor für die Aufrechterhaltung der Energie- und maritimen Verpflichtungen inmitten des anhaltenden Konflikts eingesetzt hatten. Er verwies auf die erfolgreiche Umsetzung eines Getreide-Export-Deals zwei Jahre zuvor, das die freie Bewegung ukrainischen Getreides auf internationale Märkte erleichterte und zur globalen Nahrungsmittelstabilität, insbesondere in afrikanischen Ländern, beitrug. Trotz dieser diplomatischen Bemühungen hat die Häufigkeit der Angriffe keine Anzeichen einer Abnahme gezeigt.
Der jüngste Vorfall unterstreicht die Verwundbarkeit ziviler Schifffahrtswege im Schwarzen Meer und weckt Befürchtungen, dass wesentliche Versorgungslinien, einschließlich derjenigen, die Lebensmittel und andere Güter transportieren, unterbrochen werden könnten.
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