Der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung hat sich verpflichtet, "die Wahrheit vollständig aufzudecken" in Bezug auf die Geschichte des Landes der erzwungenen Adoptionen im Ausland, eine Praxis, bei der zwischen 1955 und 1999 über 140.000 Kinder ins Ausland geschickt wurden. Das Thema erhielt erneut Aufmerksamkeit, nachdem die Kommission für Wahrheit und Versöhnung die Staatsverantwortung in nur 56 von 367 untersuchten Fällen anerkannt hatte, was zu Kritik durch erwachsene Adoptierte und einer neuen Untersuchung führte. Viele Adoptierte behaupten, sie seien durch Zwang, gefälschte Aufzeichnungen oder sogar Entführung von ihren leiblichen Müttern getrennt worden, während einige leibliche Mütter behaupten, sie seien über das Schicksal ihrer Kinder in die Irre geführt worden.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel formuliert das Problem als eine historische Ungerechtigkeit, die staatliche Rechenschaftspflicht erfordert, und betont das Leiden von Adoptierten und die Rolle des Staates bei der Erleichterung unethischer Praktiken.






