Die größte Regulierung der Migration in der Geschichte Spaniens markiert ein Vorher und ein Nachher in der Einwanderungspolitik des Landes. Dieser Prozess, der sich über mehr als sechs Jahre erstreckte, gipfelte am vergangenen Dienstag, dem 30. Juni, mit dem Ende der Frist für die Einreichung von Anträgen.
Was erreicht wurde, ist nicht nur ein Zeugnis für die Bedeutung der Regularisierung, sondern auch für die Fähigkeit zur sozialen und organisatorischen Mobilisierung der Zivilgesellschaft, insbesondere der Bewegung "Regularización Ya", die von Migranten und rassisierten Personen angeführt wird.
Von Anfang an wurde die Debatte über die Regularisierung von wissenschaftlichen Daten und rigorosen Analysen geleitet. Der Ökonom Ismael Gálvez-Iniesta von der Universidad Carlos III entwickelte ein Modell, das es ermöglichte, die Anzahl der Personen in einer irregulären Situation in Spanien zu schätzen. Diese Ergebnisse zeigten, dass, obwohl das mediatische Bild, das sich auf die südliche Grenze Spaniens konzentriert, auf eine schwere Migrationskrise hindeutet, die Zahlen zeigen, dass die Mehrheit der irregulären Migranten aus Lateinamerika und der Karibik stammt und nicht aus Afrika.
Diese Daten halfen jedoch dabei, eine solide Argumentation aufzubauen, die die Notwendigkeit einer massiven Regulierung auf der Grundlage ethischer, wirtschaftlicher und sozialer Grundsätze rechtfertigte.
Die fünf Hauptgründe für den Prozess sind: erstens die Größe der irregulären Bevölkerung, die eine bedeutende Zahl von Personen darstellt, die in Spanien ohne Dokumente leben und arbeiten; zweitens die Ethik, da die Irregularität diese Personen aus dem Gesundheits-, Justiz- und Wohnungswesen ausschließt; drittens das kollektive Interesse, da die Regulierung die Steuereinnahmen erhöht und das Rentensystem stärkt; viertens die Dringlichkeit, die sich aus der Pandemie ergibt, in der die Angst vor der Identifizierung den Zugang zu medizinischen Diensten verhindert; und schließlich die historische Kontinuität der Regulierung, die als ein übliches, nicht als ein außergewöhnliches Instrument in der
Spanische Migrationspolitik.
Die Massenbeteiligung am Prozess spiegelte eine spanische Gesellschaft wider, die laut einer Umfrage von More in Common im Jahr 2025 eine allgemeine positive Haltung gegenüber der Migration zeigte.
Was die Regionen mit der höchsten Zahl von Anträgen betrifft, so zeichnen sich Katalonien und die Comunidad de Madrid mit mehr als 257.000 bzw. 202.000 Anträgen aus. Diese Zahlen stimmen mit der Anwesenheit einer stabileren Migrantenbevölkerung in diesen Gebieten überein. Die Mehrheit der Antragsteller (67%) waren Bürger Lateinamerikas, wobei Kolumbien das Land mit der höchsten Zahl von Anträgen war, gefolgt von Marokko, Venezuela und Peru. Diese Daten bestätigen, dass die große Mehrheit der Migranten, die Regulierung beantragt haben, legal in Spanien eingereist sind, hauptsächlich über Flüge und nicht über illegale Routen.
Obwohl die Zahl der Anträge nicht direkt der Zahl der legalisierten Personen entspricht, hat die Regierung angekündigt, dass alle Anträge entweder positiv oder negativ beantwortet werden. Dies bedeutet, dass der Prozess zumindest theoretisch inklusiv und transparent war, obwohl die vollständige Analyse der Akten noch aussteht.
Der Weg zur vollständigen Integration dieser Personen in die spanische Gesellschaft bleibt jedoch offen, und es wird erwartet, dass zukünftige Maßnahmen weiterhin die Inklusion und das Recht auf Würde in den Vordergrund stellen werden.
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