Die deutsche Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat ihre Pläne zur Kürzung der Subventionen für neue kleine Solarinstallationen gelockert. Der überarbeitete Entwurf des Gesetzes über erneuerbare Energien (EEG) schlägt einen vorübergehend reduzierten Einspeisezolltarif für bis zu 36 Monate vor, bevor die Betreiber auf Direktvermarktung umsteigen müssen. Diese Änderung folgt auf Kritik an ihrem ursprünglichen Plan, ab 2027 feste Einspeisezolltarife für kleine Solarsysteme unter 25 Kilowatt abzuschaffen. Die Reform zielt darauf ab, den Ausbau der erneuerbaren Energien an die langsame Entwicklung der Netzinfrastruktur zu orientieren und gleichzeitig die Subventionskosten zu senken. Kritiker hatten davor gewarnt, dass der ursprüngliche Vorschlag den Energiewende hindern könnte. Der aktualisierte Plan beinhaltet einen vierjährigen Übergangsgeldbonus für kleine Installationen durch Direktvermarktung, bei dem der Verkauf von Strom über Strombörsen vorgesehen ist.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert sowohl den ursprünglich umstrittenen Plan als auch die überarbeitete Fassung, die eine Verschiebung in Richtung Kompromiss zeigt.




