Die vierte Gedenktafel, die den Opfern der Ustasha-Konzentrationslager in Slana auf der Insel Pag gewidmet ist, wurde laut Berichten des Serbischen Nationalrats (SNV) erneut zerstört.
Der SNV hat zusammen mit der Koordination der jüdischen Gemeinden in Kroatien und der Documenta wiederholt versucht, die Tafel nach ihren früheren Zerstörungen in den Jahren 1991, 2010 und 2013 wieder einzubauen. Jedes Mal wurde das Denkmal kurz nach der Platzierung entfernt. Dieser jüngste Vorfall hat die Organisationen dazu veranlasst, sofortige Maßnahmen von den zuständigen Behörden zu fordern. In ihrer Erklärung forderten sie eine wirksame Untersuchung des Vandalismus und forderten öffentliche Aufmerksamkeit durch Medienkanäle, wobei sie insbesondere den Status des Standorts als geschütztes Kulturerbe hervorhoben.
Während der Installationszeremonie im Juni sprach Bürgermeister Dabo an die versammelte Menge und betonte die Wichtigkeit, sich an die Entmenschlichung anderer zu erinnern und vergangene Gräueltaten zu verurteilen. Er äußerte die Hoffnung, dass sich solche Vorfälle nie wiederholen würden, und forderte Frieden für alle Opfer und bat ihre Familien um Vergebung. Seine Bemerkungen spiegelten sowohl persönliche Reflexion als auch das kollektive Gedächtnis wider, das an die historische Bedeutung des Ortes gebunden war.
Das Lager, das sich auf felsigem Boden befand, der rauen Wetterbedingungen ausgesetzt war, fehlte an Grundbedürfnissen wie Wasser und Vegetation. Es befand sich etwa fünf Kilometer vom nahe gelegenen Dorf Metajna entfernt. Nach Angaben der Organisationen begann das Lager im Juli 1941 mit der Unterbringung von etwa dreißig jüdischen Häftlingen, die in Zagreb verhaftet wurden. Bis Ende Juli hatte sich die Zahl der Gefangenen erheblich erhöht, darunter auch Gruppen von Serben, wobei auch eine kleinere Anzahl von Kroaten inhaftiert war.
In der letzten Phase des Betriebs des Lagers wurden die verbleibenden Gefangenen hingerichtet oder an andere Orte innerhalb des NDH verlegt. Trotz seiner historischen Bedeutung ist die Existenz des Lagers Slana der Öffentlichkeit im Vergleich zu anderen Ustacha-Lagen relativ unbekannt. Als Reaktion auf die jüngste Zerstörung hat der SNV zusammen mit Vesna Teršelič von Documenta und Ognjen Kraus von der Koordination jüdischer Gemeinden offiziell Ermittlungen beim Innenministerium und der Polizeiinspektion beantragt.
Darüber hinaus forderten sie die Verurteilung des Vandalismus und die Enthüllung der neuen Tafel in Anwesenheit von Regierungsvertretern. Die wiederholte Zerstörung des Denkmals unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Erhaltung historischer Stätten im Zusammenhang mit Kriegsgräueltaten.
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