Eine Gruppe behauptet, eine estnische Heavy-Metal-Band zu sein, und sammelt Spenden von Passanten unter dem Vorwand, ihre Musik zu fördern. Die Personen, die sich im Laufe der Jahre unter verschiedenen Namen präsentiert haben, darunter Illumenium, Defrage Reload und California Condor, haben sich Berichten zufolge an Käufer in Städten wie Izola und Koper gewandt und um kleine Beiträge im Austausch für CDs gebeten.
Laut Berichten wurden Mitglieder dieser vermeintlichen Band häufig in öffentlichen Räumen von Einkaufszentren bis hin zu Stadtplätzen gesichtet, erscheinen jedoch selten bei Konzerten oder Festivals. Diese Diskrepanz hat zu Skepsis innerhalb der Metal-Community geführt, wobei viele in Frage stellen, ob die Gruppe über die Straßenvorstellungen hinaus existiert.
Einige Personen, die die CDs gekauft haben, haben festgestellt, dass der Inhalt Songs enthält, die zuvor unter verschiedenen Namen veröffentlicht wurden oder zufällig ausgewählte Tracks aus dem Internet. Andraž Gombač, ein ehemaliger Kollege und derzeitiger Programmdirektor des Kulturkreuzwegs Libertas in Koper, stieß auf einen dieser Personen, als er die Čevljarska Straße in Koper entlang ging. Er beschrieb die Begegnung als freundlich und bemerkte, dass er der Person zehn Euro für eine der angebotenen CDs gab. Trotz seiner anfänglichen Unterstützung für die junge Band erkannte Gombač später die mögliche Täuschung hinter der Situation. Valentina Tomažinčič von Belvedere teilte ihre Erfahrung mit, nachdem sie einen Laden in Izola besucht hatte.
Sie wurde von zwei scheinbar freundlichen Personen aus Estland angesprochen, die ihre Metal-Band promoten. Nachdem sie ihnen zwanzig Euro gegeben hatte, erhielt sie zwei CDs, von denen sie später entdeckte, dass es sich nicht um Original-Aufnahmen handelte, sondern um Sammlungen von zufälligen Tracks, die online gefunden wurden.
Trotz der offensichtlichen Täuschung finden einige Einzelpersonen immer noch einen Wert in den CDs, entweder aufgrund des Inhalts selbst oder der Anstrengung der Veranstalter. Tomažinčič äußerte die Hoffnung, dass die Zusammenstellung zumindest das Geld wert war, das sie ausgegeben hat. Andere, wie Gombač, erkannten an, dass die Freundlichkeit und Beharrlichkeit der Veranstalter den Beitrag rechtfertigen könnten, auch wenn die zugrunde liegende Prämisse fragwürdig war. Die Behörden haben sich nicht speziell zu den Aktivitäten dieser Personen geäußert, aber das weitere Auftreten ähnlicher Gruppen in mehreren europäischen Ländern deutet darauf hin, dass diese Form der Straßenwerbung nicht neu ist.
Da das Bewusstsein der Öffentlichkeit und der Metal-Community zunimmt, bleibt abzuwarten, wie sich dieser Trend in den kommenden Monaten entwickeln wird.
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