Miha Brejc, ein ehemaliger hochrangiger Beamter der Slowenischen Demokratischen Partei (SDS), hat eine Petition gestartet, in der er den Rücktritt von Zoran Stevanović, dem Präsidenten des Nationalrats, fordert, unter Berufung auf Verstöße gegen die Verfassung und das Verfassungsgericht.
Die Petition wurde zunächst als legitime Bemühung dargestellt, politische Führer zur Rechenschaft zu ziehen. Allerdings ergaben sich schnell Bedenken hinsichtlich der Echtheit der Unterschriften. Berichte deuten darauf hin, dass das Online-Formular, das zur Sammlung von Unterschriften verwendet wurde, die Identität der Teilnehmer nicht überprüfte oder überprüfte, ob E-Mail-Adressen gültig waren. Dieser Mangel an grundlegenden Überprüfungsmechanismen hat ernsthafte Zweifel an der Legitimität der Petition aufgeworfen. Einige Benutzer konnten mehrere Einträge mit der gleichen E-Mail-Adresse einreichen, und es gab unbestätigte Behauptungen, dass Tausende von Unterschriften aus Israel und Indien stammen.
Brejc antwortete auf diese Kritik, indem er behauptete, dass doppelte und ungültige Einträge durch einen spezifischen Algorithmus entfernt worden seien. Er behauptete, dass das System mehrere Einreichungen von derselben E-Mail-Adresse als eine Signatur zählen würde. Trotz dieser Erklärung haben technische Experten darauf hingewiesen, dass solche Maßnahmen die Genauigkeit der gesammelten Daten nicht garantieren. Das Fehlen von IP-Tracking- oder Geolokalisierungsfunktionen in der verwendeten Plattform, Google Forms, bedeutet, dass der Ursprung der Signaturen nicht zuverlässig bestimmt werden konnte. Während einige fortgeschrittene Tools möglicherweise ungefähre Standortdaten ermöglichen, benötigen sie zusätzliche Infrastruktur und Ressourcen, die Berichten zufolge nicht implementiert wurden.
Die Situation wird noch komplizierter durch die Frage, wer die Petition inszeniert hat. Brejc selbst hat die Beteiligung anderer geleugnet und erklärt, dass er die Technologie hinter der Petition entwickelt hat und Erfahrung mit digitalen Systemen hat. Er betonte, dass alle 65.000 Einträge verifiziert wurden und dass verdächtige Unterschriften aus bestimmten Ländern identifiziert und ausgeschlossen wurden. Nichtsdestotrotz deutet eine unabhängige Analyse darauf hin, dass dem Prozess Transparenz und Strenge fehlte, was Fragen zur Zuverlässigkeit der Ergebnisse aufwirft.
Die Petition scheint gegen mehrere Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und nationale Gesetze zum Schutz personenbezogener Daten zu verstoßen. Eine Behörde, die für die Überwachung des Datenschutzes zuständig ist, hat bereits ein Verfahren gegen die Organisatoren eingeleitet. Kritiker argumentieren, dass der Mangel an angemessenen Schutzmaßnahmen die Glaubwürdigkeit der gesamten Initiative untergräbt und die Gefahr besteht, dass private Informationen ohne Zustimmung offengelegt werden.
Seine frühere Rolle im Geheimdienst und seine derzeitige Position als Kritiker der Regierung verleihen seinen Argumenten Gewicht, obwohl sie auch Kritik anziehen. Einige Analysten vergleichen seine Haltung mit der des ehemaligen Präsidenten Jože Pučnik, den Janša einst politisch ausgenutzt hat, was darauf hindeutet, dass Brejc möglicherweise einem anderen Weg folgt.
Das Ergebnis dieser Untersuchung könnte sich auf zukünftige Ansätze zur Organisation und Legitimierung von Petitionen in Slowenien auswirken, da die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind.
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