Der hochrangige Minister für Inneres und nationale Sicherheit von Singapur, K Shanmugam, erklärte, dass das Land weiterhin offen dafür ist, die chemische Kastration als mögliche Maßnahme zur Bekämpfung von Sexualverbrechen in Betracht zu ziehen, wenn eindeutige Beweise für ihre Wirksamkeit vorliegen. Er stellte jedoch fest, dass die derzeitigen Beweise nicht schlüssig sind. Als Antwort auf eine parlamentarische Anfrage zu zusätzlichen Abschreckungsmaßnahmen und Reformen betonte Shanmugam die bestehenden strengen Strafen für Sexualverbrechen gegen Minderjährige, einschließlich obligatorischer Haftstrafen und körperlicher Bestrafung. Er erwähnte auch laufende gesetzgeberische Änderungen wie das Urteil für erweiterten öffentlichen Schutz (Sentence for Enhanced Public Protection, PPSE), das darauf abzielt, Hochrisiko-Verbrecher für längere Zeit festzunehmen. In Bezug auf ein Sexualstraftäterregister erklärte Shanmugam, dass die Polizei vertrauliche Aufzeichnungen von Personen beibehält, die wegen schwerwiegender Straftaten, einschließlich Sexualverbrechen, verurteilt wurden, die mit relevanten Behörden für Vetting-Zwecke geteilt.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Die Diskussion bezieht sich auf eine potenziell umstrittene politische Option (chemische Kastration), der Artikel präsentiert jedoch die Haltung eines Regierungsbeamten, ohne den Vorschlag offen zu unterstützen oder zu kritisieren.




