Während der embryonalen Entwicklung bilden Haarfollikel unterschiedliche geometrische Muster bei Säugetieren. Forscher der Universität Genf untersuchten, wie diese Muster entstehen und forderten das traditionelle "Expansionsinduktionsmodell" heraus, das vorschlägt, dass Placoden die Bildung benachbarter Follikel hemmen. Stattdessen schlagen sie einen einfacheren Mechanismus vor, der eine Zellwanderung beinhaltet, die durch chemische Signale geleitet wird, ähnlich wie weiße Blutkörperchen auf Entzündungen reagieren. Mit einem mathematischen Modell zeigten sie, dass dieser selbstorganisierende Prozess die Bildung von Haarfollikeln sowohl bei Labormäusen als auch bei stacheligen Mäusen replizieren könnte, was auf ein universelles Prinzip hinter der Placodenmusterung hindeutet.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel befasst sich mit wissenschaftlichen Untersuchungen zu biologischen Mechanismen, ohne eine Haltung zu politischen Fragen einzunehmen.

