Schiffe, die seit Monaten in der Straße von Hormuz gestrandet sind, könnten laut aktuellen Untersuchungen ein ernstes Biosicherheitsrisiko darstellen, sobald sie ihren Betrieb wieder aufnehmen. Mehr als 1.500 Handelsschiffe wurden seit Februar im Persischen/Arabischen Golf aufgestellt und sammelten marine Biofüllspezies auf ihren Rümpfen. Wenn die Straße wieder geöffnet wird, können diese Schiffe diese Organismen versehentlich in andere Häfen verbreiten, was zu einem internationalen "Super-Spreader"-Ereignis für die Biosicherheit führt. Die potenziellen Folgen sind Schäden an einheimischen Ökosystemen, wilden Fischereien, Aquakulturbeständen und Küstenindustrien sowie erheblicher Umweltschäden und wirtschaftlicher Schaden.
Die Frage des Biofoulings auf leeren Schiffen ist nicht einzigartig in der aktuellen Situation. Forscher haben festgestellt, dass Schifffahrtsstörungen, sei es aufgrund von Konflikten, Krieg, Terrorismus, Piraterie oder Umweltbedingungen, oft zu einer signifikanten Biofouling-Akkumulation führen. In tropischen Gewässern tritt dieser Prozess schnell auf und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass invasive Arten in neue Gebiete transportiert werden. Die Straße von Hormuz, einer der vier wichtigsten maritimen Choke-Punkte ohne alternative Routen, ist ein Beispiel dafür, wie solche Störungen zu verlängerten Schiffslagerungen führen können. Der globale Handelsschiffverkehr spielt eine entscheidende Rolle beim Transport von Waren, wobei 24 wichtige Choke-Punkte im Seeverkehr identifiziert wurden.
Von diesen haben 20 tragfähige alternative Routen, die es ermöglichen, Schiffe trotz erhöhter Kosten und Verzögerungen umzuleiten. Vier Choke-Punkte, darunter die Straße von Hormuz, die Oresundstraße, die Bosporus- und Dardanellenstraßen und die Bohai-Straße, haben jedoch keine Alternativen. Störungen an diesen Standorten können aus verschiedenen Ursachen stammen, einschließlich bewaffneter Konflikte, Naturkatastrophen und menschlicher Aktivitäten wie Piraterie oder vorsätzlichen Layups.
In Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs, wie der globalen Finanzkrise von 2008, blieben Tausende von Schiffen im Leerlauf, was etwa 10% der Containerschiffe und 25% der gekühlten Schiffe ausmachte.
Die Auswirkungen des Biofollers gehen über die unmittelbaren Bedenken hinaus. Im Persischen Golf leben über 50 nichtheimische Meerestiere, von denen sich einige bereits weltweit ausgebreitet haben. Während es unwahrscheinlich ist, dass Neuseeland und Australien im ersten Monat nach der Wiedereröffnung der Straße von Hormus einen Anstieg der betroffenen Schiffe verzeichnen werden, deuten Untersuchungen darauf hin, dass innerhalb eines Jahres zahlreiche Schiffe mit potenziell invasiven Arten ankommen werden.
Beide Länder unterhalten robuste Biosicherheitssysteme, einschließlich Früherkennungsmechanismen und schnelle Reaktionsprotokolle, um solche Bedrohungen wirksam zu bekämpfen. Da die Welt weiterhin die Auswirkungen der Störung der Straße von Hormuz überwacht, bleibt die breitere Herausforderung, die Biofouling auf leeren Schiffen zu verwalten, relevant. Mit den anhaltenden Schifffahrtsstörungen und der zunehmenden Häufigkeit von Schiffslagerungen besteht weiterhin die Gefahr, dass invasive Arten durch maritime Aktivitäten eingeführt werden. Dies erfordert koordinierte Anstrengungen zwischen Nationen, Branchenakteuren und Regulierungsbehörden, um die ökologischen und wirtschaftlichen Folgen solcher Vorfälle abzumildern.
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