Jelena Nadinić, neu gewählte Vizepräsidentin des kroatischen Regierungsrats für Kroaten im Ausland, hat ihre Prioritäten für die Stärkung der Beziehungen zwischen kroatischen Gemeinschaften in Lateinamerika und Kroatien skizziert.
Sie hob das Potenzial kroatischer Experten, Wissenschaftler, Unternehmer und Innovatoren in der Region hervor, als Brücken für neue Formen der Zusammenarbeit und gemeinsamen Entwicklung zu fungieren. Der Rat, der Vertreter kroatischer Gemeinschaften weltweit zusammenbringt, berät die Regierung und arbeitet mit staatlichen Institutionen zusammen. Seine Hauptaufgabe besteht darin, die Situation der Kroaten im Ausland zu analysieren, Empfehlungen zu erstellen und zur Gestaltung von Politiken beizutragen, die darauf abzielen, die kroatische Identität zu bewahren, die Beziehungen zum Heimatland zu stärken und kroatische Gemeinschaften im Ausland zu entwickeln.
Im Mai wurde sie zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, die für alle Übersee-Länder zuständig ist. Zu ihren Schwerpunkten zählen die Verbesserung der Sprachbildung und die Einbeziehung jüngerer Generationen durch größere Beteiligung und Bildungsmöglichkeiten. Sie betonte auch die Schaffung von beruflichen, geschäftlichen und akademischen Netzwerken zwischen Kroatien und Lateinamerika, die Förderung der Führung und Teilnahme von Frauen in der Gemeinschaft und die Entwicklung regionaler Projekte, die kroatische Gemeinschaften in mehreren lateinamerikanischen Ländern verbinden würden.
Die wichtigsten Herausforderungen, denen sich Kroaten in Lateinamerika gegenübersehen, nannte Nadinić als primäre Hindernisse die geographische Entfernung und die Generationentrennung von der Heimat. Viele Nachkommen fühlen eine starke emotionale Verbindung zu Kroatien, haben aber oft keinen Zugang zu Sprache, Austauschprogrammen oder Erfahrungen, die diese Beziehung vertiefen könnten. Um dies anzugehen, forderte sie die Erweiterung von Stipendienmöglichkeiten, Bildungsprogrammen, Jugendaustausch, kulturellen Projekten, Geschäftstreffen und digitaler Konnektivität.
Nadinić lobte die erste Woche der Kroaten im Ausland, die im Mai in Zagreb stattfand, und hob ihre Rolle hervor, die es Vertretern kroatischer Gemeinschaften aus allen Kontinenten ermöglicht, Erfahrungen auszutauschen, neue Kooperationsnetzwerke zu schaffen und direkt mit kroatischen Institutionen zusammenzuarbeiten.
Die Bemühungen des Rates zielen darauf ab, sicherzustellen, dass die kroatischen Gemeinschaften im Ausland mit ihren Wurzeln verbunden bleiben und gleichzeitig zur lokalen und internationalen Entwicklung beitragen. Durch den Fokus auf die Wahrung der Sprache, das Generationenverhältnis und die Förderung von Kooperationsbeziehungen sollen die Initiativen die durch physische und generationsbedingte Entfernungen geschaffenen Lücken überbrücken. Diese Strategien sollen nachhaltige Verbindungen schaffen, die sowohl den kroatischen Gemeinschaften in Lateinamerika als auch Kroatien selbst zugute kommen.
Durch gezielte Programme und strategische Partnerschaften will der Rat die Sichtbarkeit und den Einfluss der kroatischen Gemeinschaften weltweit erhöhen. Dies beinhaltet die Nutzung der in Lateinamerika verfügbaren Fachkenntnisse und Ressourcen zur Unterstützung des gegenseitigen Wachstums und der Innovation. Der Erfolg solcher Bemühungen hängt vom anhaltenden Engagement sowohl der kroatischen Regierung als auch der Diaspora ab. Durch die Bewältigung der einzigartigen Herausforderungen, denen Kroaten in Lateinamerika gegenüberstehen, hofft der Rat, eine kohärentere und aktivere globale kroatische Gemeinschaft zu fördern.
Die Bemühungen zur Stärkung dieser Verbindungen zeigen bereits Fortschritte, und Veranstaltungen wie die Woche der Kroaten im Ausland dienen als Katalysator für eine verstärkte Interaktion und Zusammenarbeit.Wenn diese Initiativen sich weiter entwickeln, wird erwartet, dass sie eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Zukunft der kroatischen Gemeinschaften im Ausland spielen.
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