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Schach: Verliert Russland seinen Einfluss im Weltverband?
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Schach: Verliert Russland seinen Einfluss im Weltverband?

Arkadi Dworkowitsch, ehemaliger stellvertretender Ministerpräsident Russlands und derzeitiger Präsident der Internationalen Schachföderation (FIDE), hat seine Kandidatur für die Wiederwahl für eine weitere vierjährige Amtszeit angekündigt. Trotz der Sanktionen gegen russische Sportarten aufgrund des Krieges in der Ukraine wurde Dworkowitsch 2022 mit großer Mehrheit wiedergewählt, was den anhaltenden Einfluss Russlands innerhalb der FIDE unterstreicht.

Arkadi Dworkowitsch, ein russischer Ökonom und ehemaliger stellvertretender Premierminister, hat seine Kandidatur für eine weitere vierjährige Amtszeit als Präsident des Weltschachverbandes (FIDE) angekündigt, trotz der anhaltenden westlichen Sanktionen gegen Russland wegen seiner Invasion in die Ukraine.

Seine Amtszeit war geprägt von einer anhaltenden Dominanz russischer Interessen innerhalb der FIDE, insbesondere durch finanzielle Verbindungen. Einer der wichtigsten Sponsoren des Verbandes, Timur Turlow, ein Finanzier, der 2022 Staatsbürger Kasachstans wurde, hat seine Unterstützung für Dworkowitschs Bewerbung für die Wiederwahl zum Ausdruck gebracht. Turlow, ursprünglich aus Russland, spielt eine entscheidende Rolle bei der Finanzierung der Organisation, die stark von privaten Beiträgen abhängt.

Trotzdem ist die FIDE nach wie vor tief mit russischen finanziellen Interessen verflochten und wirft Fragen auf, ob die Organisation wirklich die Interessen aller Mitgliedsstaaten vertreten kann. Die bevorstehende Abstimmung für die FIDE-Führung, die während eines Kongresses in Usbekistan geplant ist, verspricht, sehr wettbewerbsfähig zu sein. Zwei deutsche Kandidaten sind in das Rennen eingetreten, was die Wahl komplexer macht. Jan Henric Buettner, ehemaliger Internetunternehmer und Mitbegründer der Schachbewegung "Freestyle", ist als überraschender Kandidat aufgetaucht.

Buettner's Kampagne hat gemischte Reaktionen innerhalb der Schachgemeinschaft hervorgerufen. Während einige ihn als potenziellen Störfaktor sehen, bleiben andere skeptisch. Peter Heine Nielsen, Trainer des ehemaligen Weltmeisters Magnus Carlsen, räumt ein, dass Dworkowitsch der Favorit bleibt, stellt jedoch fest, dass sich das politische Klima ändern könnte. Nielsen, der zuvor gegen Dworkowitsch in einem Mannschaftsspiel mit ukrainischen Spielern antrat, meint, dass Dworkowitsch' Ruf durch wiederholte Assoziationen mit EU-Sanktionen beeinträchtigt wurde.

Buettners Beteiligung an der Förderung von Freestyle-Schach, einem innovativen Format, das Startpositionen randomisiert, um die Abhängigkeit von auswendig gelernten Eröffnungen zu verringern, hat ihm bei jüngeren Spielern Anerkennung eingebracht.

Meyer-Dunker wies darauf hin, dass Buettner sich vor der Ankündigung seiner Kandidatur nicht mit dem DSB beschäftigt hatte und nicht mit dem Verband an Freestyle-Initiativen zusammengearbeitet hatte. Mit der Nähe der Wahl scheint sich der Wettbewerb in einen Dreier-Wettbewerb zwischen Dworkowitsch, Buettner und einem anderen deutschen Kandidaten zu verwandeln. Das Ergebnis wird wahrscheinlich davon abhängen, wie effektiv jeder Kandidat die Unterstützung der etwa 200 nationalen Delegationen, die an dem Kongress teilnehmen, mobilisieren kann.

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Deutsche Welle (Deutsch) logoDeutsche Welle (Deutsch)Staatlich / öffentlichMitteFaktentreue 90Objektivität 75vorgestern
Schach: Verliert Russland seinen Einfluss im Weltverband?

Arkadi Dworkowitsch, ehemaliger stellvertretender Ministerpräsident Russlands und derzeitiger Präsident der Internationalen Schachföderation (FIDE), hat seine Kandidatur für die Wiederwahl für eine weitere vierjährige Amtszeit angekündigt. Trotz der Sanktionen gegen russische Sportarten aufgrund des Krieges in der Ukraine wurde Dworkowitsch 2022 mit großer Mehrheit wiedergewählt, was den anhaltenden Einfluss Russlands innerhalb der FIDE unterstreicht.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert mehrere Perspektiven, ohne offen irgendeinen Kandidaten oder eine Nation zu bevorzugen. Er hebt sowohl den anhaltenden russischen Einfluss in der FIDE trotz Sanktionen hervor als auch die Entstehung alternativer Kandidaten aus Deutschland und dem Vereinigten Königreich, die die Richtung der Organisation verändern wollen.

Warum diese Bewertungen (Faktentreue 90 · Objektivität 75): The article provides accurate information about Arkadi Dworkowitsch's candidacy and his continued leadership at FIDE despite sanctions. It mentions recent world champions from China and India, and notes Russia's financial influence through sponsors like Timur Turlow. The article remains largely fact

Deutsche Welle (English) logoDeutsche Welle (English)Staatlich / öffentlichMittegestern
Könnte Russland kurz davor stehen, die Schachführerschaft zu verlieren?

Der Präsident der Internationalen Schachföderation (FIDE) Arkady Dvorkovich, ein ehemaliger russischer Vizepremierminister, strebt trotz der anhaltenden westlichen Sanktionen gegen russische Einrichtungen aufgrund des Krieges in der Ukraine eine dritte Amtszeit an. Während Russland seine Dominanz bei der Herstellung von Weltmeistern verloren hat, bleibt sein finanzieller Einfluss auf die FIDE durch Persönlichkeiten wie den in Russland geborenen kasachischen Sponsor Timur Turlov signifikant. Zwei deutsche Kandidaten, darunter der Investor Jan Henric Buettner, fordern Dvorkovich um die Präsidentschaft heraus, wobei Buettner sich für mehr Transparenz und einen reduzierten russischen Einfluss einsetzt. Buettner unterstützte zuvor die Entwicklung des "Freestyle"-Schachs, eines Formats, das traditionelle Eröffnungsstrategien in Frage stellt. Der bevorste FIDE-Kongress in Usbekistan könnte zu einem Dreifachwettbewerb um die Präsidentschaft führen, wobei einige Beobachter vermuten, dass EU-Sanktionen gegen Dvorkovich das Ergebnis verändern könnten.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Während der Artikel die geopolitischen Auswirkungen des Einflusses Russlands auf die FIDE erörtert, stellt er mehrere Kandidaten und Perspektiven vor, ohne offen eine Seite zu bevorzugen.

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