Die russische Zentralwahlkommission hat der liberalen Oppositionspartei Jabloko die Teilnahme an der Duma-Wahl im September unter dem Motto "Für Frieden und Freiheit" genehmigt. Damit ist Jabloko die einzige Partei, die sich offen gegen den Krieg Russlands gegen die Ukraine ausspricht, wobei viele Mitglieder als Opfer politischer Verfolgung gelten. Die Entscheidung wurde einstimmig getroffen und erlaubte es der Liste der 269 Kandidaten der Partei, sich zu bewerben. Der Jabloko-Führer Nikolai Rybakow nannte es einen bedeutenden Moment, obwohl er selbst nicht auf dem Wahlzettel steht. Die Aufnahme der Partei wird von einigen Analysten als ein potenzieller kontrollierter Ausgang für Dissens angesehen, insbesondere angesichts der schlechten Zustimmungswerte der vom Kreml unterstützten Partei Vereinigtes Russland.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Bericht stellt Jabloko als eine legitime Oppositionsmacht dar, die die Haltung des Kreml zu dem Krieg in der Ukraine in Frage stellt, und betont ihre Rolle als Stimme für diejenigen, die sich gegen den Konflikt aussprechen.




