Russische Sicherheitsbehörden arbeiteten an einem fortgeschrittenen Werkzeug für künstliche Intelligenz, das die Überwachung öffentlicher Medien mit geheimen Datenquellen integrieren soll, wie aus durchgesickerten Dokumenten hervorgeht, die von investigativen Journalisten erhalten wurden.
Laut den Dokumenten stand der Zweite Dienst des FSB, eine Abteilung, die sich auf die Aufrechterhaltung der Verfassungsordnung und die Bekämpfung des Terrorismus konzentriert, hinter der Initiative. Diese Einheit war zuvor mit der Überwachung von Oppositionsfiguren, Aktivisten und Protestbewegungen in Russland verbunden. Das vorgeschlagene KI-System zielte darauf ab, den Prozess der Erfassung und Analyse von Medieninhalten zu automatisieren, so dass Beamte tägliche Briefings für hohe Beamte generieren konnten. Das System hätte sich auf einen Webcrawler verlassen, um Informationen von ausgewählten Websites und Telegramm-Kanälen zu extrahieren, die dann bearbeitet, kategorisiert und in einer sicheren Datenbank gespeichert würden.
Die interne Struktur von PAUK hätte den FSB-Offizieren den Zugriff auf öffentlich zugängliche Medien und vertrauliche Materialien, wie gescannte Dokumente und interne Zusammenfassungen, ermöglicht. Ein Schlüsselmerkmal des Systems war ein Chatbot, der von einem großen Sprachmodell angetrieben wurde und in der Lage war, detaillierte persönliche Informationen über Personen, einschließlich Namen, Geburtsdatum, Regionen, Telefonnummern, Nummernschilder und Fahrzeugmodelle, bereitzustellen.
Das Projekt wurde jedoch im Herbst 2025 eingestellt, wie von den internen Task-Trackern von Micord angegeben. Ein Mitarbeiter schrieb Berichten zufolge "Auf Wiedersehen, Projekt", was das Ende des Vorhabens signalisierte. Die durchgesickerten Dokumente zeigen, dass Micord zwischen Januar 2024 und Juni 2025 umfangreiche Briefings vom FSB erhielt, die zur Schulung und zum Testen des KI-Systems verwendet wurden. Die Analyse von fast 5.000 Artikeln zeigt, dass der FSB eine breite Palette von Themen gesammelt hat, darunter islamistische Aktivitäten, Oppositionsbewegungen, politische Gewalt, Migrationstrends, internationale Proteste und ethnische Spannungen in Europa.
Unabhängige russische Medien spielten eine herausragende Rolle in diesem Datensatz, wobei mehr als 550 Berichte von Medien wie Activatica in den Briefings erschienen, was mehr als 10 Prozent des gesamten gesammelten Materials in diesem Zeitraum ausmacht. Activatica, eine Plattform, die sich auf zivilen Aktivismus und staatliche Repression konzentriert, trug wesentlich zum Datensatz bei, wobei jeder sechste Artikel in der ersten Hälfte des Jahres 2025 von der Verkaufsstelle stammte.
Diese Fälle unterstreichen den Umfang der Interessen des FSB in inländischen und internationalen Fragen, die russische Bürger betreffen. Die Verletzung der Infrastruktur von Micord im Dezember 2025 führte zur Enthüllung dieser Dokumente, die anschließend mit der Rechtegruppe Idite Lesom geteilt wurden und später von IStories in mehreren Untersuchungen verwendet wurden. Frühere Berichte von IStories hatten bereits Details über Russlands digitales Militärregister und andere klassifizierte Verteidigungssysteme aufgedeckt, was auf ein Muster von Lecks mit sensiblen Regierungsprojekten hindeutet.
Die Enthüllung des PAUK-Projekts unterstreicht die wachsende Integration künstlicher Intelligenz in Geheimdienstoperationen, insbesondere in Ländern mit strenger Kontrolle über Informationsflüsse. Obwohl das System nie fertiggestellt wurde, wirft die Existenz solcher Pläne Fragen über das Ausmaß der Überwachungs- und Datenerfassungspraxis der russischen Sicherheitsdienste auf. Da sich die Auswirkungen dieser Ergebnisse weiter entfalten, kann eine weitere Prüfung ähnlicher Initiativen erforderlich sein, um ihre möglichen Auswirkungen auf die bürgerlichen Freiheiten und das Recht auf Privatsphäre zu verstehen.
1 Berichte
OCCRPUnabhängigMitteFaktentreue 85Objektivität 80gestern Russischer Sicherheitsdienst plant KI-Tool zur Nachverfolgung von MedienLaut einer Untersuchung des OCCRP-Partners IStories entwickelte der russische Bundessicherheitsdienst (FSB) ein künstliches Intelligenzsystem namens PAUK (Portal for Analytics and Usage of Contents), um die Überwachung öffentlicher Medien mit eingeschränkten Datenbanken zu integrieren. Das System sollte FSB-Offiziere bei der Suche nach Informationen über Personen und Ereignisse mithilfe von KI-Technologie unterstützen, die von US-Unternehmen entwickelt wurde. Ausgesickerte Dokumente zeigten, dass das System für den Zweiten Dienst des FSB bestimmt war, der sich mit Terrorismusbekämpfung und Verfassungsschutz befasst. Das Projekt umfasste ein Technologieunternehmen in Kasan, Micord, das das System mit Nachrichtenbriefings trainierte, die zwischen Januar 2024 und Juni 2025 zusammengestellt wurden. Diese Briefings beinhalteten Berichte unabhängiger russischer Medien und Aktivistenorganisationen wie Activatica, die Themen wie Proteste, politische Bewegungen und sozialeffekte abdeckten. Das System wurde entwickelt, um den Beamten die Suche nach Daten über einen großen Chatbot zu ermöglichen, der möglicherweise von einem Sprachmodell angetrieben wird und persönliche Details über Einzelpersonen enthüllt.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel enthält Tatsachen, die auf durchgesickerten Dokumenten beruhen, und unterstützt keine politische Ideologie. Er beschreibt die Entwicklung und den Zweck des PAUK-Systems, ohne ein Urteil über die Handlungen oder Absichten des FSB zu fällen.
Warum Faktentreue (85): The article accurately describes the PAUK project, citing the involvement of Mikord and the FSB’s Second Service. It references the December 2025 hack and the leak to IStories, aligning with the primary source document. However, it omits some specific details like the connection to Nikolai Nikiforov
Warum Objektivität (80): The article presents the facts in a neutral manner, focusing on the technical aspects of the AI tool and its intended use. There is no overt bias, though the mention of the FSB’s role in surveillance implies a critical stance without explicit emotional language.
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