Das slowenische Gesundheitsministerium hat Pläne für umfangreiche Personaländerungen in Führungspositionen in Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen angekündigt. Diese Änderungen erfolgen im Zuge der laufenden Bemühungen um eine Reform der öffentlichen Gesundheitsverwaltung und um systemische Herausforderungen im Sektor anzugehen. Das Ministerium hat bereits zwei öffentliche Ausschreibungen für Kandidaten eingeleitet, die sich für die Tätigkeit als Vertreter des Staates in öffentlichen Einrichtungen interessieren, wobei der zweite Ausschreibung erleichterte Auswahlkriterien vorgelegt wurden.
Nach Berichten zog der erste Aufruf, der im Juni veröffentlicht wurde, 145 geeignete Bewerber an. Diese Zahl wurde jedoch als unzureichend erachtet, um die geplanten Personalanforderungen zu erfüllen. Infolgedessen startete das Ministerium einen zweiten Aufruf und reduzierte die Auswahlkriterien. Nach den neuen Richtlinien werden die Bewerber nicht mehr anhand ihres beruflichen Hintergrunds im Gesundheitswesen oder im Management von Großsystemen bewertet. Stattdessen scheint der Fokus auf der Erweiterung des Pools potenzieller Staatsvertreter zu liegen. Beamte erklärten, dass die überarbeiteten Regeln notwendig waren, weil die bestehenden Vorschriften strenger waren als das Gesetz selbst und Anpassungen bei den Bewertungsmetriken ermöglichten.
Gleichzeitig bereitet sich das Ministerium darauf vor, die derzeitigen Vorstandsmitglieder zu ersetzen. Zuvor konnte die Entlassung eines Staatsvertreters aus einem Krankenhaus oder einem Pflegeheim nur unter bestimmten Bedingungen erfolgen, wie z. B. Fahrlässigkeit, Nichtvertretung der Interessen der Institution oder Abwesenheit von Sitzungen. Jetzt kann die Regierung ihre Vertreter nach eigenem Ermessen entlassen, ohne Begründung zu liefern. Diese Änderung hat Kritik der Antikorruptionskommission hervorgerufen, die die Bedeutung klar definierter Entlassungsgründe betonte, um willkürliche Entscheidungen und unangemessenen Einfluss zu verhindern.
Die Vorsitzende der Kommission, Katarina Bervar Sternad, erklärte, dass die Vorstandsmitglieder im Interesse der Institution handeln und nicht nur politischen Richtlinien folgen müssen. Die erwartete Welle von Personalwechseln dürfte sich im Herbst verstärken, was möglicherweise zu weit verbreiteten Ersetzungen unter Krankenhausdirektoren und Pflegeheimmanagern führen könnte. Während der Ersatz von Vorstandsmitgliedern automatisiert werden kann, ist der Prozess für den Ersatz von Krankenhausdirektoren komplexer.
Der Minister Tadej Ostrc betonte auf einer Pressekonferenz Ende Juli die schlimme finanzielle Situation in den slowenischen Krankenhäusern und stellte fest, dass die ersten fünf Monate des Jahres bereits zu einem prognostizierten Defizit von 22 Millionen Euro geführt hatten.
Seine Position wird voraussichtlich zu den ersten gehören, die einer Überprüfung unterzogen werden, was den breiteren Trend der administrativen Überarbeitung widerspiegelt, die darauf abzielt, die Effizienz und Rechenschaftspflicht im öffentlichen Gesundheitssystem zu verbessern.
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