Nach Angaben der Wahlkommission verzeichnete Algeriens Parlamentswahl eine historisch niedrige Wahlbeteiligung, bei der nur 21% der Wahlberechtigten teilnahmen. Die regierende Nationale Befreiungsfront (FLN) sicherte sich 90 von 407 Sitzen und behielt ihre Dominanz seit der vorherigen Wahl im Jahr 2021, die bereits die niedrigste Wahlbeteiligung in der Geschichte des Landes mit 23% verzeichnet hatte. Experten interpretieren die rückläufige Beteiligung als ein Zeichen sowohl der öffentlichen Unzufriedenheit als auch des Desinteresses an der Politik. Der Vorsitzende der Wahlkommission beschrieb die hohe Enthaltsquote als nicht einzigartig für Algerien und bezeichnete den Wahlprozess als "transparent". Die Ergebnisse wurden jedoch von Kontroversen über die Disqualifizierung zahlreicher Kandidatenlisten überschattet, wobei etwa ein Drittel als ungültig erachtet wurde. Mehrere Parteien behaupteten, sie seien aus bestimmten Wahlkreisen ausgeschlossen, insbesondere in der Hauptstadt Algier.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert sachliche Informationen über die Wahlergebnisse, die Wahlbeteiligung und die Kontroversen, ohne offen eine politische Seite zu bevorzugen.




