Am 13. August entbrannten Spannungen während einer geschlossenen Sitzung in der Law Society of Singapore (LawSoc), als über 200 Juristen über die Veröffentlichung der vollständigen Ergebnisse einer internen Untersuchung über Mobbing am Arbeitsplatz und schlechte Arbeitskultur diskutierten.
Diese Petition folgte einer parlamentarischen Erklärung von Rechtsminister Edwin Tong, der enthüllte, dass eine interne Prüfung "erhebliche Mängel in Führung, Arbeitsplatzkultur und Governance" innerhalb von LawSoc aufgedeckt hatte.
Während des Treffens äußerten die Mitglieder Bedenken hinsichtlich der mangelnden Transparenz und stellten die Frage, warum der vollständige Bericht nicht weitergegeben werden könne. Sie hoben auch potenzielle Interessenkonflikte im Zusammenhang mit der Anwaltskanzlei hervor, die die Untersuchung durchführte, und äußerten Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Wahrnehmung von LawSoc. Einige Anwälte schlugen vor, dass ein Polizeibericht aufgrund von Vorwürfen der Belästigung am Arbeitsplatz notwendig sein könnte.
Die Diskussion wurde zunehmend umstritten, wobei mehrere Mitglieder ihre Stimmen erhoben. Als Reaktion darauf befahl ein Ratsmitglied den Teilnehmern, sich zu setzen, was die Spannungen eskalierte. Die Sitzung endete schließlich mit der Vereinbarung des LawSoc-Rats, die vollständige Veröffentlichung des Berichts zu überdenken.
Die Nachricht enthielt Anschuldigungen und Beschwerden über bestimmte Personen und Praktiken innerhalb von LawSoc, die sich über die Jahre 2022 bis 2025 erstreckten. Diese Ansprüche umfassten unangemessenes Verhalten am Arbeitsplatz, Misserfolge bei der Governance und Aufsicht, unzureichende Beschwerdebearbeitung und Whistleblowing-Verfahren sowie Verfehlungen bei der internen Kontrolle über administrative und finanzielle Operationen. Nach Erhalt der E-Mail verwies MinLaw die Angelegenheit an den LawSoc-Rat, der dann einen Prüfungsausschuss zur Untersuchung einrichtete. Der Ausschuss, der aus LawSoc-Mitgliedern und Nichtmitgliedern bestand, schloss seinen Bericht am 5. Juni 2026 ab und übermittelte ihn dem Rat am 1. Juli 2026.
In einer parlamentarischen Antwort vom 5. August bestätigte Tong, dass die Prüfung keine Beweise für vorsätzliches finanzielles Fehlverhalten oder vorsätzliche Vertuschung gefunden habe. Dennoch bekräftigte er, dass die festgestellten Mängel das Vertrauen innerhalb der Organisation untergraben und das Wohlergehen ihrer Mitarbeiter beeinträchtigt hätten. Der Bericht wurde nicht direkt mit den Mitgliedern geteilt, obwohl der Rat sie am 23. Juli per E-Mail informierte, dass er zur Prüfung eingereicht worden war. Zusätzlich wies der Rat die Finanzabteilung an, die aktuellen Reiseprotokolle nach den Ergebnissen zu überprüfen.
Am 14. August unterstützte Tong öffentlich die Notwendigkeit der Transparenz und forderte LawSoc auf, den Bericht des Prüfungsausschusses mit entsprechenden Redaktionen zu veröffentlichen, um die Befragten zu schützen. Er betonte, dass die Ergebnisse kritische Probleme in Bezug auf die Arbeitsplatzkultur und das effektive Funktionieren der Gesellschaft hervorheben. Tong betonte, dass die Lösung dieser Probleme einen offenen Dialog erfordert und dass die notwendigen Schritte unternommen werden müssen, um die Governance und das Vertrauen der Öffentlichkeit zu stärken. Das Justizministerium überwacht weiterhin die Entwicklungen genau und wartet auf Updates des LawSoc-Rats zur Fortschritte bei der Bewältigung der identifizierten Herausforderungen.
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