Im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh entstand entlang einer Strecke von Nationalstraßen, roten Straßen, eine auffallende neue Initiative. Dieser ungewöhnliche, aber funktionelle Ansatz zielt darauf ab, die Geschwindigkeit von Fahrzeugen zu reduzieren und die Wildtiere zu schützen, die die Straße überqueren. Das Projekt, das sich auf einem zwei Kilometer langen Abschnitt des Nationalstraßenbahn NH-45 zwischen Bhopal und Jabalpur befindet, verfügt über rote Thermoplastmarkierungen, die in großen rechteckigen Mustern aufgebracht werden. Diese Markierungen sind so konzipiert, dass sie die Fahrer, die in einen sensiblen Bereich eintreten, sichtbar warnen, während ihre strukturierte Oberfläche milde Vibrationen und Geräusche unter Reifen erzeugt und eine langsamere Fahrt fördert.
Das Konzept wurde Ende letzten Jahres eingeführt und hat kürzlich Aufmerksamkeit auf sich gezogen, da Berichte darauf hindeuteten, dass ähnliche rote Straßenmarkierungen ein Standardmerkmal auf indischen Autobahnen werden könnten, die durch Wald- und ökologisch empfindliche Regionen führen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Vibrationsstäben erfordern diese roten Markierungen minimale Störungen der bestehenden Straßeninfrastruktur, beeinträchtigen keine Entwässerungssysteme und erzeugen weniger Lärm. Sie sind auch relativ einfach zu pflegen oder zu entfernen, wenn sich alternative Lösungen als wirksamer erweisen.
Über die sichtbaren roten Markierungen hinaus umfasst die Initiative fast 12 Kilometer Straße im Tigerreservat von Virangana Durgavati. Entlang dieser Route haben Ingenieure 25 Kreuzungen errichtet, die speziell für Wildtiere entwickelt wurden, um die Autobahn sicher zu durchqueren. Zäune auf beiden Seiten der Straße sollen verhindern, dass Tiere in die Straße eindringen, während Beschilderung sie zu bestimmten sicheren Passagen führt. An Brücken und Kreuzungen installierte Kameras überwachen die Bewegungen von Tieren, und zusätzliche Beleuchtung mit Solarenergie verbessert die Sichtbarkeit in der Nacht. Die Notwendigkeit solcher Maßnahmen ist offensichtlich.
Nach Angaben der Economic Times wurden im Jahr 2024 582 Wildtiere auf staatlichen Autobahnen in Waldgebieten getötet, verglichen mit 508 im Jahr 2023. Das Problem verschärft sich mit der Erweiterung älterer Zwei-Spur-Autobahnen in Vier-Spur-Straßen, was die Verkehrsgeschwindigkeit und Dichte erhöht, während die natürlichen Tierwege unverändert bleiben.
Beamte erwägen bereits, ähnliche Projekte auf andere Waldstraßen auszuweiten, sollte die Rotstraßen-Initiative messbare Erfolge bei der Verlangsamung des Verkehrs und der Verringerung der Todesfälle bei Wildtieren zeigen. Wenn sie sich als erfolgreich erweist, könnte das Rotstraßen-Design bald auf vielen indischen Autobahnen zu einem gemeinsamen Anblick werden, was eine bemerkenswerte Verschiebung in der Interaktion der Verkehrsinfrastruktur mit den Bemühungen um ökologische Erhaltung darstellt.
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