Rachel Cusks neuer Roman Das Leben der M hat Spekulationen über seine mögliche Inspiration ausgelöst, wobei viele Leser Parallelen zu Natalie Portman ziehen. Das Buch, das 2026 von Suhrkamp veröffentlicht wurde, folgt einem Schriftsteller, der versucht, das Leben einer berühmten Schauspielerin zu beschreiben, mit der sie lose vertraut ist.
Die zentrale Figur des Romans, die nur als M, bezeichnet wird, wird als eine schlanke, emotional distanzierte Frau beschrieben, deren Karriere sich um die Projektion von Rollen dreht. Ihre Persönlichkeit wird als gleichgültig, fast kalt dargestellt, was Vergleiche mit Natalie Portman hervorgerufen hat. Beide Frauen haben in jungen Jahren Ruhm erlangt, Portman machte ihr Filmdebüt mit zwölf Jahren in Léon, Der Profi, während die fiktive Figur im Buch eine ähnliche Entwicklung verfolgt zu haben scheint. Dieser frühe Erfolg, der oft mit dem physischen Erscheinungsbild verbunden ist, ist ein wiederkehrendes Thema im Roman, das Aspekte von Portmans öffentlicher Persönlichkeit widerspiegelt.
Cusk, bekannt für ihre unerschütterlichen und oft umstrittenen Erzählungen, ist seit langem für ihren scharfen, kritischen Blick auf das Leben anderer bekannt. Ihre früheren Werke, wie Killing the Love Song und The New Life, haben die Komplexität persönlicher Beziehungen und gesellschaftlicher Erwartungen erforscht, oft durch die Linse der weiblichen Erfahrung. In Interviews hat sie über ihren Wunsch gesprochen, die verborgenen Wahrheiten hinter öffentlichen Persönlichkeiten aufzudecken, ein Gefühl, das Das Leben der M zu stützen scheint. Die Protagonistin des Romans wird, ähnlich wie die anderen Charaktere von Cusk, einer intensiven Kontrolle unterzogen, was den emotionalen und psychologischen Tribut des Lebens unter ständiger öffentlicher Aufmerksamkeit offenbart.
Die Verbindung zwischen der fiktiven Figur und Portman erstreckt sich über ihre gemeinsame Geschichte in der Unterhaltungsindustrie hinaus. Beide Frauen haben Zeit in Paris verbracht, ein Detail, das Cusk subtil in die Erzählung einbezieht. Obwohl die Stadt nicht explizit benannt ist, sind die Beschreibungen der Einstellung so lebendig und spezifisch, dass viele Leser glauben, dass der Autor absichtlich die französische Hauptstadt hervorgerufen hat.
Diese subtilen, aber bewussten Referenzen haben die Wahrnehmung angeheizt, dass Cusk ein literarisches Portrait von Portman geschaffen haben könnte. Portman, der öffentlich Bewunderung für Cusk's Werk geäußert hat, hat den Roman nicht direkt kommentiert. Allerdings deutet ihre häufige Teilnahme an Veranstaltungen neben dem Autor auf einen gegenseitigen Respekt hin. Die Romanschriftstellerin hat inzwischen die Angelegenheit verschwiegen und sich geweigert, die Existenz eines echten Modells für ihre Schöpfung zu bestätigen oder zu leugnen. Dieses Schweigen hat die Intrigen um das Buch nur vertieft, wobei Kritiker und Fans gleichermaßen darüber diskutieren, ob Cusk beabsichtigte, eine direkte Kritik an Portman zu verfassen oder einfach um breitere Themen von Berühmtheit und Identität zu erforschen.
Trotz der Spekulationen bleibt der Roman ein eigenständiges Stück Fiktion, das sich auf die Beziehung zwischen einem Schriftsteller und dem Thema ihrer Biographie konzentriert. Cusk's Herangehensweise an das Geschichtenerzählen stellt weiterhin konventionelle Grenzen in Frage, da sie nicht davor zurückschreckt, ihre Charaktere auf eine Weise darzustellen, die unbequem oder sogar unschmeichelhaft sein kann. Diese Bereitschaft, künstlerische Grenzen zu überschreiten, hat ihr während ihrer gesamten Karriere sowohl Anerkennung als auch Kontroversen eingebracht.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden