Die chilenische Regierung unter Präsident José Antonio Kast hat einen Gesetzesvorschlag vorgelegt, um die Übertragung der öffentlichen Schulen von den Gemeinden auf die lokalen Bildungsdienste (SLEP) bis 2040 zu verzögern. Die Initiative zielt darauf ab, den Gemeinden mehr Flexibilität bei der Beibehaltung ihrer Schulen zu bieten, indem sie den Umsetzungszeitplan anpasst und die Anforderungen erleichtert. Ursprünglich für den 1. Januar 2027 geplant, umfasst der Übertragungsprozess 177 Gemeinden im ganzen Land, mit unterschiedlichen Fristen bis 2029. Laut einer Umfrage von La Tercera äußerten jedoch nur 20% der 55 Gemeinden, die ursprünglich bis 2027 übertragen werden sollten, die Bereitschaft, den Prozess zu verzögern, wobei nur 11 ausdrücklich erklärten, dass sie ihre Schulen beibehalten würden, wenn das Gesetz verabschiedet würde. Viele Gemeinden bleiben dem ursprünglichen Zeitplan verpflichtet, darunter auch einige aus der regierenden Koalition. Der Vorschlag wird derzeit im Senatsausschuss für Bildung diskutiert.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert den Vorschlag der Regierung und die Reaktionen der Gemeinden, ohne offen eine der beiden Seiten zu begünstigen.





