Ein Qantas A380-Jet führte einen Hin- und Rückflug zwischen Sydney und Dallas, Texas, durch, während er ein Wartungslicht mit sich trug, das versehentlich in seinem Flügel gelassen wurde. Der Vorfall ereignete sich am 7. Januar nach einer Routinewartung am Klimaanlage des Flugzeugs in Sydney. Das 33-Zentimeter-Licht wurde bei einer Standardinspektion nicht erkannt und blieb im Flügel, bis das Wartungspersonal seine Abwesenheit zwei Tage später feststellte, nachdem das Flugzeug bereits seine Reise beendet hatte. Das Australian Transport Safety Bureau (ATSB) untersuchte den Vorfall und kam zu dem Schluss, dass das Licht, obwohl es keinen direkten Schaden verursachte, ein "signifikantes Risiko für den sicheren Betrieb" des Flugzeugs darstellte.
Der ATSB-Bericht stellte fest, dass das Licht während nachfolgender Wartungsprüfungen entdeckt wurde und betonte, dass solche Vorfälle Schwachstellen in den aktuellen Werkzeugverantwortungspraktiken aufzeigen. Laut ATSB-Chefkommissar Angus Mitchell resultierte der Vorfall aus einem Versagen in den etablierten Werkzeugkontrollverfahren, die stark von der menschlichen Leistung abhängen, insbesondere in Hochdruck- oder komplexen Wartungsumgebungen.
Die Fluggesellschaft bestätigte, dass das Licht keinen Einfluss auf den Betrieb des Flugzeugs hatte, und erklärte, dass sie den Vorfall freiwillig an das ATSB gemeldet hatte. Ein Sprecher fügte hinzu, dass das Unternehmen seitdem eine obligatorische Vorabkontrolle eingeführt hat, um sicherzustellen, dass alle Werkzeuge für die folgenden Wartungsarbeiten berücksichtigt werden. Dies ist der zweite Fall in den letzten Monaten, in dem ein fremdes Objekt in einem Qantas A380 gefunden wurde. Ein 25-Meter-Nylon-Drehwerkzeug wurde in einem der Motoren der Fluggesellschaft entdeckt, nachdem das Flugzeug mehrere internationale Flüge zwischen Australien und den Vereinigten Staaten absolviert hatte.
Der ATSB-Bericht über diesen Vorfall ergab, dass das Wartungspersonal das Werkzeug verlegt hatte, das schließlich gefunden wurde, nachdem es für den Betrieb freigegeben und mehrere Flüge durchgeführt worden war. Neben diesen Vorfällen hatte Qantas vor kurzem eine Störung, als ein technisches Problem mit dem Nasenrad einer A380 die Stornierung eines Fluges von Johannesburg nach Sydney zwang.
Steven Leib, ein Luftfahrtexperte an der CQUniversity, räumte ein, dass alle nicht erfassten Gegenstände in einem Flugzeug echte Sicherheitsbedenken aufwerfen. Er erklärte, dass sich selbst kleine Gegenstände wie Lichter oder Werkzeuge während des Fluges verschieben könnten, was die Sicherheit gefährden könnte. Er betonte jedoch, dass die beiden Vorfälle nicht als Beweis für ein weit verbreitetes Problem interpretiert werden sollten. Stattdessen hob er hervor, dass die Qantas-Verantwortungssysteme den Standort und den Zeitpunkt der verlorenen Gegenstände erfolgreich nachvollzogen haben, was darauf hindeutet, dass die Probleme eher isoliert als auf tiefere organisatorische Fehler hindeuten.
Die Luftfahrtgesellschaft Qantas arbeitet weiterhin an der Verfeinerung ihrer Instandhaltungsprotokolle und konzentriert sich weiterhin auf die Verhinderung zukünftiger Ausfälle durch verbesserte Schulungen und verfahrenstechnische Verbesserungen.
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