Die Verteidigung des ehemaligen katalanischen Präsidenten Carles Puigdemont hat bei der Europäischen Kommission eine Beschwerde gegen Spanien eingereicht, in der sie eine Verletzung des EU-Rechts wegen der Weigerung des spanischen Rechnungshofs geltend macht, ein vom Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) angeordnetes Amnestie-Erlass anzuwenden. In der Beschwerde, die von Anwalt Gonzalo Boye verfasst wurde, wird argumentiert, dass der Rechnungshof das Urteil des EuGH falsch dargestellt hat, indem er vorgeschlagen hat, acht Fragen der spanischen Behörden zuzulassen, obwohl mehrere von ihnen als unzulässig erachtet wurden. Die Verteidigung behauptet, dass diese Falschdarstellung zur Nichtanwendung der Entscheidung des EuGH führt, eine durch das EU-Recht verbotene Verfahrensphase neu eröffnet und die zweimonatige Frist für die Amnestie ausgesetzt wird. Sie weisen auch darauf hin, dass Maßnahmen, die Puigdemont und andere betreffen, mehr als 9,5 Millionen Euro an Geldstrafen verhängen könnten.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel formuliert das Problem als eine rechtliche Herausforderung eines separatistischen Führers gegen den spanischen Staat und betont die potenziellen finanziellen Auswirkungen auf Puigdemont und seine Verbündeten.





