Der 36. Jahrestag der Verfassungserklärung markiert einen entscheidenden Moment in der Geschichte des Kosovo, der die ersten Schritte in Richtung seiner Staatlichkeit und Unabhängigkeit symbolisiert. Am 2. Juni 1990 versammelten sich 114 Mitglieder der damaligen Versammlung des Kosovo vor dem blockierten Gebäude der Versammlung in Pristina, um die Verfassung zu verkünden.
Ihre Erklärung zielte darauf ab, einen neuen politischen Rahmen für Kosovo innerhalb der jugoslawischen Föderation zu schaffen, der die Selbstbestimmung und die demokratischen Prinzipien betont.
Die Verfassungserklärung skizzierte fünf Schlüsselpunkte. Sie bestätigte die verfassungsmäßige Haltung der Bevölkerung des Kosovo und der Versammlung als Akte der politischen Selbstbestimmung innerhalb Jugoslawiens. Sie betonte, dass die Versammlung durch die Erklärung des Kosovo als gleichberechtigte Einheit innerhalb Jugoslawiens die Bestätigung dieses Verfassungsaktes in der jugoslawischen Verfassung mit voller Unterstützung der demokratischen Meinung sowohl im Inland als auch international anstrebte. Der dritte Punkt hob die Anerkennung des Kosovo als politische und verfassungsmäßige Einheit hervor, die gleichberechtigte Rechte für alle ethnischen Gruppen, einschließlich Albaner, Serben und andere, gewährleistet und gleichzeitig den Begriff der nationalen Identität ablehnt.
Der vierte Punkt besagte, dass bis zur rechtlichen Umsetzung der Erklärung die Versammlung und die Institutionen der Macht die Beziehungen nach der bestehenden jugoslawischen Verfassung und nicht nach den von der Republik Serbien vorgeschlagenen Änderungen aufrechterhalten würden. Schließlich kam die Erklärung zu dem Schluss, dass die Versammlung öffentlich mit dem Namen "Kosovo" als politische und soziale Organisation kommunizieren und es ausschließlich als Kosovo anerkennen würde.
Zwei Monate nach der Verfassungserklärung wurde die Verfassung von Kacanik verabschiedet, was einen weiteren bedeutenden Schritt zur Schaffung einer rechtlichen Struktur für den Kosovo darstellt.
In den letzten Jahren haben Beamte über die Bedeutung der Verfassungserklärung nachgedacht. Präsidentin Albulena Haxhiu hat sie als eines der Schlüsseldokumente auf Kosovos Weg zur Staatlichkeit beschrieben und festgestellt, dass sie den Widerstand gegen die serbische Dominanz und die Behauptung des politischen Willens darstellt, der in Gerechtigkeit und nicht in Unterwerfung verwurzelt ist. Sie betonte, dass die Erklärung zusammen mit nachfolgenden Entwicklungen wie der Kacanik-Verfassung und dem Referendum für die Unabhängigkeit die Grundlage für die institutionelle Widerstandsfähigkeit und Souveränität des Kosovo gelegt hat.
Premierminister Albin Kurti hat die Erklärung auch als einen Gründungsakt anerkannt und ihre Rolle bei der Gestaltung der rechtlichen und politischen Identität des Kosovo hervorgehoben. Er stellte fest, dass die Erklärung in Kombination mit der Verfassung von Kacanik die Grundlage für die Staatlichkeit und den Widerstand des Kosovo bildete. Ilaz Ramajli, der Leiter der Delegation, die für die Erklärung stimmte, hat ihre historische Bedeutung weiter betont und erklärt, dass es nicht nur ein juristisches Dokument sei, sondern ein Beweis für den politischen Willen des Volkes des Kosovo, der ihre Verpflichtung gegenüber Freiheit, Demokratie und menschlicher Würde widerspiegelt.
Die Verfassungserklärung vom 2. Juni 1990 ist nach wie vor ein Eckpfeiler des kosovarischen Unabhängigkeitskampfes und symbolisiert die Entschlossenheit des Volkes, sein Recht auf Selbstverwaltung inmitten schwerer Repressionen durchzusetzen.
3 Berichte
Koha.netUnabhängigLinksgestern 36. Jahrestag der VerfassungserklärungAnfang 1989 versammelten sich 114 Mitglieder der kosovarischen Versammlung vor dem gesperrten Parlamentsgebäude in Pristina, um die Verfassungserklärung zu verkünden - ein historischer Akt, der den Beginn des kosovarischen Weges zur Staatlichkeit markierte. Die Erklärung wurde angesichts der Bemühungen vorgeschlagen, Gesetze zu verabschieden, die den Kosovo vollständig Belgrad unterordnen würden. Trotz physischer Behinderung der Versammlung organisierten die Unterstützer eine öffentliche Versammlung. Die Erklärung skizzierte fünf Punkte, darunter die Bestätigung der verfassungsmäßigen Haltung des Kosovo innerhalb Jugoslawiens, die Anerkennung des Kosovo als gleichwertige Einheit und die Definition von ethnischen Gruppen als "nationale Gemeinschaften" und nicht als "Ethnien".
Tendenz-Einschätzung (Links): Der Artikel beschreibt die Verfassungserklärung als einen mutigen und historisch bedeutenden Akt der Selbstbestimmung und betont den Kampf gegen die serbische Unterdrückung.
RTKStaatlich / öffentlichLinksgestern Haxhiu dhe Kurti: Deklarata Kushtetuese hodhi themelet e shtetësisëDer Artikel erinnert an den 36. Jahrestag der Verfassungserklärung vom 2. September 1990, die als ein entscheidender Moment auf dem Weg des Kosovo zur Staatlichkeit gilt. Präsidentin Albulena Haxhiu betonte, dass Kosovo in dieser Zeit nur einen begrenzten politischen Raum hatte, sich jedoch durch Handlungen wie die Erklärung durchsetzen konnte, die die Unterwerfung unter serbische Herrschaft ablehnte.
Tendenz-Einschätzung (Links): In diesem Artikel wird die Verfassungserklärung vom 2. September 1990 als Symbol des Kampfes des Kosovo um Unabhängigkeit und Selbstbestimmung dargestellt und seine Rolle im Widerstand gegen die serbische Herrschaft hervorgehoben.
Koha.netUnabhängigLinksvor 4 Tagen Warum wurde der Fall von Rankovic als Wiedergeburt von Kosovo erlebt?Der Artikel befasst sich mit dem historischen Kontext des Kosovo während der Zwischenkriegszeit und konzentriert sich auf die Auswirkungen der italienischen Besatzung nach dem Zusammenbruch Jugoslawiens. Er hebt hervor, wie die Einführung albanischsprachiger Schulen durch Italiener einen Wendepunkt für die Identität des Kosovo markierte. Der Historiker Dr. Milivoj Beshlin erklärt die systematische Diskriminierung der Albaner unter jugoslawischer Herrschaft, einschließlich mangelnder politischer Repräsentation, wirtschaftlicher Marginalisierung und Landkonfiszierung. Die Diskussion berührt auch die Entwicklung der antifaschistischen Bewegung unter Führung der Kommunistischen Partei unter Tito, die von einer einheitlichen jugoslawischen nationalistischen Haltung zur Befürwortung der Unabhängigkeit verschiedener ethnischer Gruppen, einschließlich der Albaner im Kosovo, überging.
Tendenz-Einschätzung (Links): Der Artikel betont die systematische Diskriminierung von Albanern unter jugoslawischer Herrschaft, beschreibt die italienische Besatzung als Befreiung und diskutiert den Aufstieg der albanischen nationalen Identität durch Bildung und Widerstandsbewegungen.
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