Das Dorf Kněžice in Zentralböhmen ist dank seiner Biogasanlage und des zentralen Heizsystems, das mit organischen Abfällen betrieben wird, als erstes energieunabhängiges Dorf in der Tschechischen Republik bekannt geworden. Die Anlage erzeugt Wärme und Strom für 160 Gebäude mit Abfällen aus Restaurants, Haushalten und gefallenen Blättern. Der Bürgermeister Milan Kazda befürchtet jedoch, dass die Anlage den Betrieb nach dem Verlust staatlicher Zuschüsse reduzieren muss. Die Regierung plant, die Unterstützung von Biogas auf sauberere Biomethanproduktion zu verlagern, was eine erhebliche Investition von rund 20 Millionen Kronen erfordern würde - etwas, das sich das Dorf nicht leisten kann. Das aktuelle System nutzt lokale Ressourcen effizient und dient als Alternative zu Kläranlagen, aber die vorgeschlagene Änderung könnte das Projekt wirtschaftlich untragbar machen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert sowohl die Herausforderungen, denen das Dorf aufgrund der sich ändernden Regierungspolitik gegenübersteht, als auch die potenziellen Vorteile der Umstellung auf Biomethan.






